Im Nachgang des Duells zwischen UFC Rastenfeld und USC Bad Großpertholz in der 2. Klasse Waldviertel Zentral betonte Ernst Gull den taktischen Charakter der Partie und sprach von einem Spiel auf Augenhöhe. Großchancen blieben rar, Standards brachten keine klaren Vorteile. Ungeachtet zweier strittiger Abseitsentscheidungen hob der Trainer die Moral seiner Mannschaft hervor, die sich nach einem 0:2-Rückstand zurückmeldete und damit die Stimmung im Lager sichtbar aufhellte. „Deutlich mehr Kontrolle zu behaupten, wäre übertrieben – es war ein Spiel auf Augenhöhe“, ordnete er ein.

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Gull verortete die Begegnung klar im Taktikfach: Chancen entstanden selten, weil beide Mannschaften diszipliniert agierten und das Zentrum konsequent schlossen. Auf konkrete Möglichkeiten angesprochen, erklärte er: „Die klaren Torchancen waren eher eine Rarität. Wir sind durch einen Tausendgulden-Schuss in Rückstand geraten – so etwas ist schwer zu verteidigen, wenn der aus 18 Metern genau ins Kreuzeck fliegt.“ Auch beim Ballbesitz wollte er niemandem ein Übergewicht attestieren; seinem Eindruck nach war es ein Duell auf Augenhöhe mit viel Aufwand gegen den Ball.
Zur Halbzeit stand es 0:0, die Partie blieb kontrolliert und chancenarm. Gleich nach Wiederbeginn setzten jedoch die Gäste die ersten Stiche: Miroslav Kucera brachte Bad Großpertholz in der 48. Minute mit 1:0 in Führung, in der 53. Minute erhöhte der USC durch Stanislav Lenc auf 2:0. Rastenfeld antwortete prompt und zielstrebig: Adam Novak verkürzte in der 60. Minute auf 1:2, Michal Dolezal stellte in der 73. Minute den 2:2-Ausgleich her. Gulls Einordnung verband Ausgeglichenheit mit Anerkennung für die Reaktion seiner Elf: „Es war eine echte Fifty-fifty-Partie. Aus dem Spiel heraus waren die Großchancen auf beiden Seiten spärlich. Beeindruckend war für mich, dass wir nach dem 0:2 so zurückgekommen sind – das war Moral.“
Am Rande sorgten zwei Abseitsentscheidungen für Gesprächsbedarf. Gull blieb in der Bewertung sachlich: „Wir waren mit mindestens zwei Abseitsentscheidungen nicht einverstanden. Aber ohne VAR in dieser Klasse ist der Schiedsrichter auf sich gestellt – da kann etwas übersehen werden. Das ist ausdrücklich keine Kritik: Der Unparteiische hat insgesamt gut geleitet.“ Persönliche Auszeichnungen wollte der Trainer nicht verteilen: „Ich möchte niemanden namentlich hervorheben.“ Für den Blick nach vorn blieb er pragmatisch: Man werde das Spiel nun genau analysieren, Ansatzpunkte identifizieren und dort „den Hebel ansetzen“.