Ein intensives Duell zwischen dem SC Zwettl II und dem UFC AMON Langschlag prägte den Nachmittag in der 2. Klasse Waldviertel Zentral: Für Co-Trainer Dominik Hinterndorfer fühlte sich das 2:2 wie ein kleiner Sieg an. Sein Team überließ dem spielstarken Gegner bewusst den Ball, lauerte auf Umschaltmomente und verteidigte ab der 50. Minute nach einem Ausschluss in Unterzahl. Zufriedenheit überwog, weil der Matchplan über weite Strecken griff und die Mannschaft dem Druck bis in die Schlussphase standhielt.

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Hinterndorfer fasste die Herangehensweise zusammen: „Wir sind mit dem Unentschieden sehr zufrieden. Es fühlt sich ein wenig wie ein Sieg an. Unser Matchplan war, Zwettl das Spiel zu überlassen, defensiv kompakt zu stehen und auf Konter zu lauern.“ Früh ging dieser Plan auf: In der 30. Minute traf Patrik Vanek zur 1:0-Führung und stellte die Pausenführung her. Nach dem Ausschluss von Tobias Glaser in Minute 53 übernahm Zwettl endgültig die Spielkontrolle, kam über die Flügel und mit Wucht in den Strafraum. In der Schlussphase kippte die Partie: Antonio Plazibat glich in der 83. Minute zum 1:1 aus, Jakob Vogl drehte das Spiel in der 87. Minute auf 1:2 – ehe Vanek in der 92. Minute noch einmal zuschlug und den 2:2-Endstand fixierte. Auch die Wege zum Tor blieben ein Muster, wie Hinterndorfer einräumte: „Zwettl ist immer wieder mit hohen Diagonalbällen gefährlich geworden – damit hatten wir unsere Probleme.“
In seiner Einordnung zollte Hinterndorfer dem Gegner Respekt: „Zwettl ist wahrscheinlich das spielstärkste Team in unserer Liga – das wussten wir.“ Entsprechend fiel die Ballverteilung aus: Zwettl trug den Ball, Langschlag verschob konsequent im Block, schob die Ketten nach und setzte Nadelstiche. Ab der 30. Minute fanden die Gäste besser in die Partie, insgesamt aber blieb Zwettl am Drücker. Die Basis für den Punktgewinn sah Hinterndorfer im Kollektiv: „Mannschaftlich war das sehr gut – laufstark und kämpferisch. Einen Mann des Spiels will ich nicht herauspicken, weil wirklich jeder sein Bestes gegeben hat.“
Die Ausgangslage war alles andere als ideal. „Es hat der Kapitän gefehlt, David Reif, ebenso Clemens Prock. Aber wir waren trotzdem gut aufgestellt – das ist keine Ausrede“, betonte Hinterndorfer. Bitter wurde es während des Spiels: „David Dürnitzhofer hat sich am Knöchel verletzt. Der war sofort angeschwollen, er konnte nicht belasten. Ich fürchte, er fällt länger aus.“ Trotz allem bleibt der Blick nach vorne gerichtet: „Wir nehmen den Punkt mit. Nächste Woche ist das Derby in Arbesbach, da wollen wir natürlich drei Punkte holen. Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen in der Rückrunde so viele Zähler wie möglich machen – dort, wo wir jetzt in der Tabelle stehen, gehören wir nicht hin.“