Im Anschluss an das Aufeinandertreffen in der 2. Klasse Waldviertel Zentral zwischen dem SV Groß-Siegharts und dem SV Weitra wirkte Christian Peschel gefasst, aber bestimmt. Das 1:4 hielt er für nicht gerecht: „Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft. Vorne verwerten wir unsere Chancen nicht, hinten werden wir für kleine Fehler hart bestraft.“ Zugleich betonte er die Geschlossenheit der Mannschaft und sprach von einem insgesamt ruhigen, guten Spiel.

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Peschel widersprach der Aussagekraft des Resultats deutlich: Seine Mannschaft sei über weite Phasen tonangebend gewesen, habe jedoch aussichtsreiche Möglichkeiten liegen lassen und sei für Unachtsamkeiten konsequent bestraft worden. Den Blick richtet er dennoch nach vorn: „Wir wollen an dieser Leistung weiterarbeiten. Die Leistung war sehr gut, und an die wollen wir anknüpfen.“ Auf einen Einzelnen wollte er die Anerkennung nicht reduzieren: „Wir möchten die ganze Mannschaft hervorheben.“
Groß-Siegharts geriet früh in Rückstand: Ivo Pistek traf zum 0:1 (15.), nach der Pause legte Erik Hradil das 0:2 nach (53.). Hoffnung keimte auf, als Lukas Kopecky mit Entschlossenheit den Anschluss zum 1:2 herstellte (61.). Die Gäste antworteten jedoch prompt: Pistek stellte auf 1:3 (65.), Hradil setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 1:4 (93.). Aus Peschels Sicht lagen die gefährlicheren Möglichkeiten lange bei der Heimelf; er verwies zudem auf zahlreiche Standards: „Wir hatten sehr viele Eckbälle. Leider konnten wir kein Kapital daraus schlagen.“ Für Weitra trafen Pistek und Hradil jeweils doppelt – die Effizienz gab letztlich den Ausschlag.
Abseits der Tore blieb die Partie in Peschels Wahrnehmung fair und kontrolliert. Er beschrieb die Rahmenbedingungen und den Spielfluss als ruhig und geordnet; Diskussionen über Entscheidungen kamen nicht auf, strittige Szenen sah er keine. Entscheidend sei nun, die gezeigte Leistung zu konservieren: Mit derselben Einstellung und Konsequenz wolle man in den kommenden Wochen ansetzen und die guten Ansätze in Zählbares ummünzen.