In der 23. Runde der 2. Klasse Waldviertel Zentral setzte sich der USV Allentsteig zu Hause mit 4:2 gegen den SV Weitra durch. Die Gastgeber legten in der ersten halben Stunde ein Tempo auf den Platz, das die Partie früh entschied – vier Treffer bis Minute 26 sprachen eine klare Sprache. Danach wurde es vor der Pause und im zweiten Durchgang noch einmal enger, doch Allentsteig blieb über Konter gefährlich und brachte den Sieg abgeklärt heim. Trainer Markus Maier sprach von einem verdienten Erfolg – mit Luft nach oben über 90 Minuten.

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Allentsteig startete wie aus der Pistole geschossen und stellte die Weichen früh. Nach sieben Minuten verwertete Adam Nomilner zum 1:0, in Minute 15 legte Andre Ertl das 2:0 nach. Nur fünf Minuten später erhöhte erneut Nomilner auf 3:0, ehe Marcel Rogner in der 26. Minute sogar auf 4:0 stellte. Trainer Markus Maier hob genau diese Anfangsphase hervor: „Die ersten dreißig Minuten waren wir klar überlegen, die klar bessere Mannschaft. Wir hätten sogar noch ein Tor mehr schießen müssen.“ Als Schlüssel definierte er keinen einzelnen Moment, sondern die Wucht des Starts: „Die ersten dreißig Minuten waren entscheidend. Da waren wir sehr griffig, zweikampfstark, aggressiv, wir haben richtig gut gespielt.“ Zur Entstehung der Tore sagte Maier: „Beim 1:0 war’s eine super Aktion, starker Stanglpass, guter Abschluss von Adam Nomilner. Das Zweite war ein bisschen glücklich, geblockter Schuss und dann abgestaubt. Das dritte wieder über einen Stanglpass, das vierte eine super Einzelaktion.“
Weitra meldete sich kurz vor der Pause zurück: Ivo Pistek traf in der 44. Minute zum 4:1, mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit. „Kurz vor der Halbzeit haben wir das 4:1 bekommen und dann ist das Spiel noch mal eng geworden“, beschrieb Maier die Phase, in der die Gäste mutiger wurden. Nach gut einer Stunde war Pistek erneut zur Stelle und verkürzte in der 63. Minute auf 4:2. Allentsteig ließ sich davon nicht aus der Bahn werfen. „Weitra ist mit seinen schnellen Stürmern immer gefährlich. Wir haben das bis auf zwei, drei Situationen gut in den Griff bekommen“, sagte Maier und ergänzte: „Sie hatten die eine oder andere Chance, aber wir waren im Konter immer gefährlich.“ In dieser Phase wurde Weitra mutiger, Allentsteig blieb aber über Konter gefährlich – ohne die Kontrolle komplett zu verlieren.
In seiner Analyse betonte Markus Maier die mannschaftliche Leistung. „Die Einstellung war top. Spielerisch wie kämpferisch war es ein Wahnsinn, jeder hat wieder alles gegeben“, so der Allentsteig-Trainer. Gefragt nach dem Unterschied zwischen den Teams meinte er: „Wir waren ein bisschen aggressiver, bissiger im Zweikampf und haben unsere Angriffe wirklich bis ins Detail fertiggespielt.“ Verbesserungspotenzial sieht er dennoch: „Wir müssen die 90 Minuten zusammenbringen.“ Lob gab es auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat auf beide Seiten relativ gut gepfiffen. Das war eine gute Leistung.“
Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die Bedeutung des Dreiers: Allentsteig hält bei 29 Punkten und rangiert auf Platz 11, während Weitra mit 42 Zählern im Vorderfeld liegt. Mit dem 4:2 im Rücken und dem starken Start als Blaupause will Allentsteig nun Konstanz über die volle Distanz nachlegen.