Spielberichte

Pistek-Doppelpack und Routine: Weitra hält Schrems II beim 3:2 knapp in Schach

SV Weitra
Schrems II

Im Duell der 2. Klasse Waldviertel Zentral setzte sich der SV Weitra gegen Schrems II mit 3:2 durch. Nach frühem Rückstand drehten Fabian Fritz und Doppelpacker Ivo Pistek die Partie, ehe es in der Schlussphase noch einmal eng wurde. Obmann Stv. Rene Hochstöger sprach von einem wackeligen Start, sah aber die Routine als Schlüssel – und lobte die Offensive. Sein Fazit: ein knapper Arbeitssieg mit einer Portion Glück, der oben wichtige Punkte bringt, aber auch offene Hausaufgaben in der Defensive aufzeigt.

Fußballspieler mit weißen Stutzen, in die Löcher geschnitten sind

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Weitra dreht das Spiel – Pistek schnürt den Doppelpack

Die Gäste aus Schrems erwischten den besseren Start und gingen mit etwas Glück nach 26 Minuten durch Finn Gerstbauer mit 0:1 in Führung. Weitra schüttelte sich kurz und antwortete prompt: Nur zwei Minuten später traf Fabian Fritz zum 1:1, womit zur Pause alles wieder offen war. Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren zu und erwischten ihrerseits den perfekten Beginn: Ivo Pistek stellte in der 47. Minute auf 2:1. Weitra blieb dran und verschaffte sich Luft – erneut Pistek erhöhte in Minute 67 auf 3:1. Ganz durch war die Sache aber nicht, denn Pablo Krawczyk verkürzte in der 87. Minute auf 3:2. Die Schlussminuten verlangten Weitra noch einmal Konzentration ab, am Ende blieb der knappe Vorsprung bestehen und die Punkte in der Stadt. Der Spielverlauf passte damit zu einem Abend, an dem Effizienz nach der Pause den Unterschied machte.

„Wir sind schlecht gestartet“ – Hochstöger stellt Offensive und Routine heraus

Obmann Stv. Rene Hochstöger nahm kein Blatt vor den Mund, als er den Beginn einordnete: „Wir sind schlecht ins Spiel gestartet.“ Dass seine Mannschaft nach dem Rückstand sofort antwortete, passte für ihn zum Thema des Abends: „Ehrlich, der Sieg war auch sehr viel Glück.“ Den Ausgleich hob er dennoch heraus: „Das von Fabian Fritz war sehr gut gespielt.“ Insgesamt sah er vorne viel Gutes, hinten aber genug Arbeit: „In der Offensive waren wir gut, aber leider haben wir das Spiel etwas zu leicht genommen.“ Gleichzeitig fand er respektvolle Worte für den Gegner: „Die jungen Buben aus Schrems waren sehr selbstbewusst und wirklich sehr gut.“ Warum Weitra am Ende dennoch jubelte, fasste Hochstöger knapp zusammen: „Die Routine unserer Mannschaft hat heute den Unterschied gemacht.“ Diese Einschätzung spiegelt auch den Rhythmus wider: nach zäher Anfangsphase die richtigen Antworten und in den entscheidenden Momenten eiskalt.

Faires Spiel, starker Unparteiischer – und ein Blick auf die Tabelle

An Spannung fehlte es nicht, doch von Hadern war bei Weitra keine Spur. Hochstöger betonte: „Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen, es war ein sehr faires Spiel.“ Auch deshalb blieb die Partie trotz aller Spannung im Rahmen, selbst als Schrems II in der 87. Minute durch Krawczyk noch einmal anschloss. In der Tabelle hält Weitra nach 24 Runden bei 45 Punkten und rangiert auf Platz vier, punktgleich mit Eibenstein. Schrems II bleibt trotz beherztem Auftritt Schlusslicht (3 Punkte), zeigte in Weitra aber, warum die jungen Spieler ernst zu nehmen sind.

Für Weitra bedeutet das 3:2 unterm Strich einen wichtigen Heimsieg – und den klaren Auftrag, die defensive Stabilität zu schärfen, ohne die gute Durchschlagskraft im Angriff zu verlieren.

2. Klasse Waldviertel Zentral: Weitra : Schrems II - 3:2 (1:1)

  • 87
    Pablo Krawczyk 3:2
  • 67
    Ivo Pistek 3:1
  • 47
    Ivo Pistek 2:1
  • 28
    Fabian Fritz 1:1
  • 26
    Finn Gerstbauer 0:1