In der 2. Klasse Waldviertel Zentral trennten sich der USV Windigsteig und UFC AMON Langschlag mit 2:2 (0:1). Nach früher Führung der Gäste drehte Vaclav Vasicek die Partie mit einem Doppelschlag kurz nach der Pause, ehe Langschlag wieder zurückkam und ausglich. Für Windigsteig war mehr drin, am Ende sprach Sektionsleiter Reinhard Höfler aber von einem leistungsgerechten Remis. "Es war eine ziemlich ausgeglichene Partie", fasste er zusammen – und verwies auf gute Phasen beider Seiten sowie die verpasste Chance der Hausherren aufs 3:1.

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Langschlag erwischte den besseren Start, ging nach 25 Minuten durch David Kitzler 0:1 in Führung und nahm das 0:1 auch mit in die Pause. Reinhard Höfler bestätigte: "In der ersten Halbzeit war Langschlag ein bisschen dominanter, Chancen gab es aber auf beiden Seiten." Nach dem Seitenwechsel legte Windigsteig los wie die Feuerwehr: Vaclav Vasicek glich in Minute 47 aus und legte nur drei Minuten später zum 2:1 nach. "Nach der Pause haben wir einen super Start erwischt. Vasicek macht den Doppelschlag, da war das Momentum klar bei uns", schilderte Höfler. Leider hat sich Vasicek dann verletzt und musste ausgewechselt werden Danach ist es wieder in die andere Richtung gegangen", so Höfler. Langschlag roch seine Chance, blieb dran und kam in Minute 66 durch Patrik Vanek zum 2:2. Danach war es eine offene Schlussphase – "auf Messers Schneide", wie Höfler sagte –, doch Windigsteig wurde nicht mehr richtig gefährlich.
Aus Sicht der Hausherren lag der Knackpunkt zwischen Euphorie und Ernüchterung nur wenige Minuten auseinander. Dass Langschlag nach dem 2:2 noch einmal aufzog, änderte für ihn nichts am Gesamtbild: "Es war eine ziemlich ausgeglichene Partie." Und er legte fest: "Es war ein gerechtes Unentschieden. Es waren dort und da Chancen und Momente auf beiden Seiten." Aus seiner Sicht überzeugte sein Team vor allem charakterlich. "Der Teamgeist war stark", sagte er – was in einer umkämpften Partie mit wechselnden Phasen den Ausschlag dafür gab, das 2:2 letztlich mitzunehmen. Was fehlte? "Aus Standardsituationen sind wir zu harmlos."
Die Torhüterleistung war für Windigsteig an diesem Abend ein wichtiger Baustein. Sektionsleiter Höfler hob Keeper Lukas Hejnicek ausdrücklich hervor: "Unser Tormann Lukas Hejnicek performt Spiel für Spiel hervorragend. Er ist zurzeit ein sicherer Rückhalt." Mehrfach packte der Schlussmann zu, als Langschlag nach dem Ausgleich noch einmal andrückte. Auch für den Gegner fand Höfler klare Worte: "Langschlag ist eine gute, kämpferische und läuferische Truppe." Dass Windigsteig nach dem 2:2 nicht mehr so zwingend wurde, ordnete er nüchtern ein: "Wir sind dann nicht mehr so richtig gefährlich geworden." Unaufgeregt verlief zudem das Drumherum. "Es hat keine strittigen Szenen gegeben, der Schiri war tadellos", erklärte Höfler – eine Randnotiz, die zu einer insgesamt fair geführten Partie passte.
Mit dem Remis nach einem intensiven Hin und Her bestätigt Windigsteig seinen Platz im Mittelfeld. Laut aktuellem Stand der Tabelle rangieren die Hausherren mit 31 Punkten auf Rang 10, Langschlag hält bei 36 Zählern und Platz 7. Für die letzte Runde nimmt Windigsteig zwei Dinge mit: die Gewissheit, nach Rückständen zurückkommen zu können, und das klare Bekenntnis zum Miteinander. "Der Teamgeist war stark", hatte Höfler betont – und darauf wird es im Saisonfinish ankommen. Dazu kommt der sichere Rückhalt im Tor durch Hejnicek. Die Aufgabe für den Schlusspunkt ist damit umrissen: vorne die Chancen konsequenter nützen, hinten weiter so stabil bleiben.