In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat sich SV Groß-Siegharts am Sonntag dem FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein mit 2:3 geschlagen geben müssen. Die Gäste lagen zur Pause schon 3:1 vor, mussten nach dem Anschlusstreffer aber noch eine schwierige Schlussphase überstehen. Trainer Adolf Simon führte den Auswärtssieg vor allem auf einen geschlossenen Auftritt und ein entschlosseneres Auftreten seiner Mannschaft zurück.

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Für Heidenreichstein begann die Partie ideal. Schon in der 4. Minute brachte Jiri Prchal die Gäste mit 1:0 in Führung und legte damit früh die Richtung fest. Groß-Siegharts kam in der 24. Minute zwar durch Jiri Mica zum 1:1 zurück, doch aus Sicht von Adolf Simon war dieser Treffer vermeidbar. „Das 1:1 war ein bissl unglücklich, weil wir schlecht abgespielt haben“, sagte der Trainer. Entscheidend war für ihn aber die Reaktion seiner Mannschaft. Noch vor der Pause stellte Heidenreichstein wieder auf Siegkurs. Prchal traf in der 29. Minute zum 2:1, kurz vor dem Seitenwechsel erhöhte Ondrej Tomovic auf 3:1. Simon gefiel dabei weniger das einzelne Tor als die Antwort auf den Ausgleich: „Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit Moral bewiesen und wir haben das 3:1 in die Halbzeit gebracht.“
Dass die Gäste nach der Pause nicht einfach durchmarschieren würden, hatte Simon schon während des Spiels gespürt. Für ihn war der wichtigste Moment der Partie das 3:1, weil es Heidenreichstein einen kleinen Polster gab. Genau dieser Vorsprung geriet in der zweiten Hälfte aber noch einmal ins Wanken. Groß-Siegharts verkürzte in der 71. Minute durch den zweiten Treffer von Jiri Mica auf 2:3, Simon sprach dabei von einem abgefälschten Schuss. Danach wurde es aus seiner Sicht „ein bissl schwierig“. Der Trainer machte auch klar, warum die Partie in dieser Phase offen blieb: „Dann hat natürlich Groß-Siegharts alles versucht.“ Die Gastgeber warfen in der Schlussphase alles nach vorne, Heidenreichstein musste den knappen Vorsprung verwalten und brachte ihn schließlich „Gott sei Dank über die Runden“, wie Simon sagte.
Den Hauptgrund für den Auswärtssieg sah der Heidenreichstein-Trainer weniger in einer einzelnen Szene als in der Art und Weise, wie seine Mannschaft insgesamt aufgetreten ist. „Heute hat funktioniert, dass wir gegenüber dem vorigen Spiel als Mannschaft geschlossen aufgetreten sind und auch entschlossener agiert haben“, sagte Simon. Gleichzeitig sparte er auch nicht mit Respekt für den Gegner. Vor allem den Auftritt von Groß-Siegharts nach der Pause stufte er hoch ein: „Die Leistung des Gegners war in der zweiten Halbzeit sehr stark. Sie haben mit dem 3:1 nichts mehr zu verlieren gehabt und alles versucht.“ Diskussionen um den Schiedsrichter wollte er gar nicht erst aufkommen lassen. „Über den Schiedsrichter braucht man überhaupt nicht diskutieren. Das ist für mich alles in Ordnung“, hielt Simon fest. Unter dem Strich blieb für ihn daher vor allem Erleichterung über die ersten Punkte der Saison. Viel Zeit zum Zurücklehnen soll es aber nicht geben. „Ich hoffe, dass die Mannschaft weiterhin beim Training Vollgas gibt und bei den nächsten Spielen konzentriert ist und wieder geschlossen als Mannschaft auftritt“, sagte Simon mit Blick auf die kommenden Aufgaben.