Spielberichte

"Nach der Pause ganz anders": Windigsteig dreht 0:1 noch in einen 3:1-Sieg

UFC Rastenfeld
USV Windigsteig

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat der UFC Rastenfeld gegen den USV Windigsteig lange wie der Sieger ausgesehen, am Ende aber noch 1:3 verloren. Aus Sicht von Sektionsleiter Reinhard Höfler lag der Unterschied in zwei völlig verschiedenen Halbzeiten. "Nach der Pause waren wir mehr in den Zweikämpfen und aggressiver", sagte er nach einer Partie, in der Windigsteig erst mit dem 1:1 richtig die Kontrolle übernahm.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Rastenfeld erwischt den besseren Beginn

Windigsteig brauchte eine Halbzeit, um in der Partie anzukommen. Höfler sprach von einem schwierigen Beginn und formulierte es deutlich: "Rastenfeld hat am Anfang mehr vom Spiel gehabt und war immer wieder gefährlicher als wir." Die Führung der Gastgeber fiel deshalb früh und aus seiner Sicht auch folgerichtig. Adam Novak stellte in der 13. Minute auf 1:0, zur Pause blieb dieses Ergebnis stehen. Dass Rastenfeld unangenehm zu bespielen ist, strich Höfler ebenfalls hervor: "Sie sind eine gute, kampfbetonte Mannschaft, die um jeden Ball kämpft und rackert." Gerade in dieser ersten Phase bekam Windigsteig das Spiel nicht so aufgezogen, wie man es sich vorgenommen hatte.

Mit dem Ausgleich kippt die Partie

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann deutlich. Höfler sagte: "In der zweiten Halbzeit waren wir mehr in den Zweikämpfen, aggressiver und hatten auch mehr Spielanteile." Diese Veränderung machte sich auch auf der Anzeigetafel bemerkbar. Daniel Lerch erzielte in der 57. Minute den Ausgleich zum 1:1, und für Windigsteig war das mehr als nur ein einzelner Treffer. "Als wir den Ausgleich geschossen haben, hatten wir vom Spiel die Oberhand", meinte Höfler. Gleichzeitig blieb er in der Analyse ehrlich, denn trotz besserer Kontrolle war sein Team "im gegnerischen Sechzehner zu harmlos" und brachte nicht jede gute Phase auch sauber zu Ende.

Rote Karte öffnet die Tür in der Schlussphase

Genau deshalb blieb die Partie lange offen. Rastenfeld blieb laut Höfler trotz des Umschwungs gefährlich und hatte "zwei, drei Top-Chancen", um selbst noch einmal vorzulegen. Der Knackpunkt kam dann spät: In der 85. Minute sah Michal Dolezal die Rote Karte, und damit spielte die Schlussphase Windigsteig klar in die Karten. Höfler machte daraus kein Geheimnis: "Aufgrund der roten Karte hatten wir das Glück auf unserer Seite." Fast unmittelbar danach nutzten die Gäste ihre Chance. Vaclav Vasicek traf in der 88. Minute zum 1:2, ehe Daniel Mayer in der 90. Minute den 3:1-Endstand fixierte und einen Auswärtssieg absicherte, der aus Windigsteiger Sicht wegen der zweiten Halbzeit nicht unverdient war.

Drei Punkte mit klarer Hausaufgabe

Besonders gefallen hat Höfler, dass seine Mannschaft nach dem Ausgleich nicht auf Verwaltung spielte. "Wir haben nicht aufgegeben und weiter an die drei Punkte geglaubt", sagte er. Genau diesen Glauben sah er als größte Stärke, weil Windigsteig nach dem 1:1 nicht nachließ, sondern weiter nach vorne arbeitete. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt trotz des Sieges aber nicht stehen lassen. "Die Zielstrebigkeit nach vorne fehlt uns noch, und im letzten Drittel passieren zu viele Abspielfehler", so Höfler. Dass es keine strittigen Szenen gab und der Schiedsrichter die Partie laut seiner Einschätzung "ganz okay" leitete, passte zu einem Nachmittag, an dem vor allem die zweite Hälfte und eine starke Schlussphase den Ausschlag gaben. Mit sechs Punkten aus zwei Spielen steht Windigsteig damit ganz oben.

2. Klasse Waldviertel Zentral: Rastenfeld : Windigsteig - 1:3 (1:0)

  • 90
    Daniel Mayer 1:3
  • 88
    Vaclav Vasicek 1:2
  • 57
    Daniel Lerch 1:1
  • 13
    Adam Novak 1:0