In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat sich der USV Allentsteig im Heimspiel gegen USC Jungwirth Rappottenstein nach zweimaligem Rückstand ein 2:2 erarbeitet. Trainer Markus Maier sprach von einem „sehr kampfbetonten Spiel“ und von einem „Hin und Her“ mit Chancen auf beiden Seiten. Dass am Ende nur ein Punkt herausschaute, lag aus seiner Sicht auch daran, dass beide Gegentore aus eigenen Fehlern entstanden.

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Der Spielverlauf passte genau zu diesem Eindruck. Allentsteig war laut Maier die Mannschaft mit etwas mehr Spielanteilen, zur Pause lag aber Rappottenstein vorne. In der 40. Minute brachte Julian Hahn die Gäste mit 1:0 in Führung, womit die erste Hälfte aus Sicht der Heimischen einen bitteren Abschluss nahm. Direkt nach dem Seitenwechsel kam Allentsteig aber zurück. Elias Tastel stellte in der 49. Minute auf 1:1, ein Tor, das der Trainer knapp als „eine Flanke, Kopfball“ beschrieb. Lange hielt das Remis allerdings nicht. In der 68. Minute traf Fabian Schartmüller zum 1:2, ehe Jakub Vavrina in der 79. Minute mit einem Freistoß noch das 2:2 fixierte.
Besonders deutlich wurde Maier bei der Entstehung der Gegentore. „Beide Gegentore, die wir bekommen haben, waren Verteidigungsfehler“, sagte der Allentsteiger Trainer, der darin den Hauptgrund sah, warum sein Team trotz ordentlicher Leistung nicht mehr mitnahm. Vor dem 0:1 sei es „ein Fehler im Spielaufbau“ gewesen, danach habe seine Mannschaft die Situation schlecht verteidigt. Noch klarer fiel sein Urteil über das 1:2 aus. „Das war ein Geschenk“, sagte Maier über einen Rückpass, der neben den Tormann ging und von Rappottenstein im leeren Tor untergebracht wurde. Gerade in einem Spiel ohne einen einzigen klaren Wendepunkt wogen solche Eigenfehler für ihn umso schwerer.
Maier wollte das Remis aber nicht nur auf diese beiden Szenen reduzieren. „Einen entscheidenden Moment gab es nicht. Es war ein Hin und Her“, sagte er und beschrieb damit ziemlich genau den Charakter eines Spiels, das von Zweikämpfen, Tempo und wechselnden Vorteilen lebte. „Ich finde, wir hatten mehr Spielanteile“, ergänzte der Trainer. Auch den Gegner hatte er ein wenig anders erwartet, zumal bei Rappottenstein zwei wichtige Spieler fehlten. Gleichzeitig war es auch für Allentsteig wegen einiger Verletzter kein gewöhnlicher Auftritt. Laut Maier standen sieben Spieler auf dem Platz, die unter 20 Jahre alt waren. „Vor meinen Jungs ziehe ich den Hut. Die Routine fehlt noch ein bisschen, aber kämpferisch und läuferisch haben sie wirklich alles abgerufen.“
Dass es trotz zweier eigener Treffer nicht für den ersten Saisonsieg reichte, erklärte Maier auch mit Problemen im Spiel nach vorne. „Das Nachrücken in der Offensive hat nicht so funktioniert. Da waren wir nicht griffig genug“, sagte er. Genau dort habe seiner Mannschaft in manchen Phasen die Unterstützung gefehlt, um aus ihren Aktionen noch mehr zu machen. So blieb es nach einem intensiven Abend bei einem Punkt, der Allentsteig nicht ganz zufriedenstellen wird, der aber zur Leistung der jungen Mannschaft durchaus passt. Nach zwei Runden hält der USV nun bei einem Zähler, genauso wie Rappottenstein. Einsatz, Laufarbeit und Moral waren klar zu sehen, bei der Abstimmung und bei der Ruhe in entscheidenden Momenten sah Maier noch Luft nach oben.