In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat SV Eibenstein das kleine Derby gegen USC Bad Großpertholz mit 4:1 gewonnen und Runde fünf erfolgreich abgeschlossen. Co-Trainer Lucas Simon sah einen verdienten Heimsieg, ordnete das Resultat aber auch ein: „Vier zu eins ist ein gutes Ergebnis, aber womöglich etwas zu hoch ausgefallen.“ Nach einer klaren Steigerung gegenüber der Vorwoche steht Eibenstein damit auch an der Tabellenspitze.

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Für Simon war schon früh zu sehen, in welche Richtung der Abend gehen sollte. „Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir durchaus dominant“, sagte der Sektionsleiter und beschrieb damit eine Phase, in der Eibenstein das aktivere Team war. Der Lohn dafür kam schon in der 5. Minute. Nach einem Fehlpass der Gäste bekam Eibenstein einen Elfmeter zugesprochen, Tomas Tauber übernahm die Verantwortung und verwandelte laut Simon „sehr gut, unhaltbar in die Ecke“. Mehr als das 1:0 sprang vor der Pause zwar nicht heraus, doch die Gastgeber hatten das Spiel über weite Strecken im Griff und nahmen eine verdiente Führung mit in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel legte Eibenstein zunächst nach und schien die Partie damit noch stärker in die eigene Richtung zu ziehen. In der 60. Minute traf Alexander Bruckner zum 2:0, nachdem der Ball flach an den Sechzehner gekommen war und er, wie Simon schilderte, „aus der Drehung ins lange Eck“ abschloss. Ganz ruhig wurde der Abend damit aber nicht. Nur sechs Minuten später verkürzte Matej Hodac für Bad Großpertholz auf 2:1. Simon sprach von einem kurzen Wackler und machte keinen Hehl daraus, dass die Partie in dieser Phase wieder offen war. „Nach dem 2:1 war es einen kurzen Moment wackelig und in der Schwebe, da wären durchaus Chancen auf das 2:2 da gewesen“, sagte er. Gerade deshalb bekam das 3:1 in der Schlussphase besonderes Gewicht. Stanislav Pacholik stellte in der 85. Minute wieder auf zwei Tore Unterschied, und für Simon war damit die Entscheidung gefallen: „Das 3:1 hat das Spiel eigentlich dann entschieden.“
Dass der Sieg am Ende noch klarer ausfiel, passte für Simon nicht ganz zum gesamten Verlauf. Nur zwei Minuten nach Pacholiks Treffer erhöhte Tauber auf 4:1 und schnürte damit seinen Doppelpack. Bei dieser Szene war Peter Rosenmayer weit vor seinem Tor, Tauber hob den Ball über ihn hinweg ins Netz. Trotz des klaren Endstands wollte Simon daraus aber kein einseitiges Spiel machen. „Vier zu eins ist ein gutes Ergebnis, aber zu hoch, wenn man den kompletten Verlauf betrachtet“, sagte er. Bad Großpertholz habe nach dem Rückstand mehr aufmachen müssen und dadurch zusätzliche Chancen zugelassen. Gleichzeitig sprach der Eibensteiner Co-Trainer den Gästen ein deutliches Lob aus. Er nannte sie „eine sehr gute Truppe“, die noch einigen Mannschaften Probleme bereiten werde, und hob dabei vor allem die Offensive sowie Rosenmayer hervor, den er sogar zu den besten Tormännern der Liga zählt.
Entsprechend positiv fiel auch Simons Gesamtfazit aus. „Wenn man die Partie letzte Woche in Rastenfeld im Hinterkopf behält, dann war das eine Steigerung um mindestens eine Klasse“, sagte er. Kämpferisch, läuferisch und spielerisch sei seine Mannschaft „top“ gewesen, dazu defensiv deutlich stabiler als in den vergangenen Wochen. Viel Luft nach oben wollte er nach diesem Auftritt gar nicht künstlich suchen, sondern lieber die geschlossene Mannschaftsleistung in den Vordergrund stellen. Auffällig war für ihn außerdem, dass das kleine Derby ohne große Aufreger blieb. Simon sprach von einer „ziemlich fairen Partie“ und bescheinigte auch dem Schiedsrichter eine sehr gute Leistung. Mit dem 4:1 setzt sich Eibenstein an die Spitze der Tabelle. „Größeres Lob gilt natürlich unseren Burschen. Top Mannschaftsleistung“, sagte Simon. Mit genau diesem Gefühl will der SV nun in die nächsten Wochen gehen.