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„Der Knipser fehlt im Moment“ – Groß-Siegharts bleibt nach Führung in Zwettl ohne Punkte

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SC Zwettl II
Groß-Siegharts

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral setzte sich SC Zwettl II mit 3:1 gegen SV Groß-Siegharts durch. Dabei begann die Partie für die Gäste mit der Führung sogar vielversprechend, ehe laut Daniel Bauer vor allem der Ausgleich nach einer Elfmeterentscheidung das Spiel kippte. Der sportliche Leiter sah Zwettl spielerisch im Vorteil, betonte aber auch, dass für seine Mannschaft trotz der Niederlage mehr drin gewesen wäre.

Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

Image by Stadien_NRW from Pixabay

Die Führung hält nur kurz

Für Groß-Siegharts lief der Abend zunächst so an, wie man ihn sich als Außenseiter wünscht. Nach 25 Minuten brachte David Motl die Gäste mit 1:0 in Führung und sorgte damit dafür, dass Zwettl zunächst einem Rückstand nachlaufen musste. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht, denn in der 31. Minute stellte Bernhard Paukner auf 1:1. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause. Bauer ordnete die erste Halbzeit durchaus nüchtern ein und machte kein Geheimnis daraus, dass Zwettl insgesamt mehr vom Spiel hatte. „Grundsätzlich hat Zwettl schon das spielerische Plus gehabt und auch von den Chancen her“, sagte er. Gleichzeitig sah er aber sehr wohl Möglichkeiten auf Seiten seiner Mannschaft. „Es wäre für uns doch einiges mehr drin gewesen, dass wir vielleicht sogar Punkte holen hätten können“, meinte Bauer und unterstrich damit, dass er die Partie trotz des spielerischen Vorteils der Heimischen lange nicht als einseitig empfand.

Der Ausgleich kippt das Spiel

Aus Sicht der Gäste lag die entscheidende Phase rund um das 1:1. Bauer benannte den Knackpunkt klar und ohne Ausflüchte: „Die Elfmeterentscheidung war natürlich schon der Knackpunkt, wobei man auch sagen muss, dass der Elfmeter in Ordnung geht.“ Genau das machte seine Analyse so eindeutig, weil er den Ausschlag nicht bei einer Fehlentscheidung suchte, sondern in der Wirkung dieser Szene auf den Spielverlauf. „Der Ausgleich war sicher die entscheidende Wende“, sagte er. Nach dem Seitenwechsel drehte Zwettl das Ergebnis endgültig auf seine Seite. Jakob Vogl traf in der 52. Minute zum 2:1, Jakob Seemann legte in der 71. Minute das 3:1 nach. Bauer erklärte auch, warum Zwettl gerade in solchen Phasen schwer zu bespielen ist. Die Gastgeber hätten in ihrer zweiten Mannschaft „riesengroße Talente“, dazu „Spielwitz“ und seien „sehr, sehr gut ausgebildet“. An der Spielleitung wollte er die Niederlage jedenfalls nicht festmachen. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Das hat gepasst. Es hat keinen Fehler gegeben“, sagte der sportliche Leiter.

Viel Einsatz, aber vorne fehlt der Knipser

Trotz der Niederlage hob Bauer mehrfach hervor, dass seine Mannschaft sich keineswegs aufgegeben habe. „Wenn man gegen einen Verein spielt, der so große Möglichkeiten hat, muss man sich mit allen dagegen stemmen, und das haben unsere Spieler auch gemacht“, sagte er über den Auftritt seiner Elf. Der entscheidende Punkt liege für ihn derzeit eher im personellen Bereich, vor allem in der Offensive. „Uns fehlt ein richtig gelernter Stürmer. Wir haben im Moment große Verletzungssorgen. Die Burschen machen das grundsätzlich aber sehr, sehr gut, aber der Knipser fehlt im Moment“, erklärte Bauer. Damit beschrieb er auch, warum aus seiner Sicht an diesem Abend zwar ein ordentlicher Auftritt, aber eben kein Punktgewinn herauskam. Ganz ohne Zuversicht fuhr Groß-Siegharts aus Zwettl dennoch nicht heim. Bauer sprach davon, dass seine Mannschaft „für unsere Möglichkeiten alles reingehauen“ habe, und richtete den Blick sofort nach vorne: „Leider sind wir nicht belohnt worden, aber nächste Woche gibt es schon wieder die nächste Chance, dass wir wieder zu Punkten kommen.“

2. Klasse Waldviertel Zentral: Zwettl II : Groß-Siegharts - 3:1 (1:1)

  • 71
    Jakob Seemann 3:1
  • 52
    Jakob Vogl 2:1
  • 31
    Bernhard Paukner 1:1
  • 25
    David Motl 0:1