In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat sich USV Allentsteig am Sonntag gegen UFC AMON Langschlag mit 0:3 geschlagen geben müssen. Nach einer zähen Anfangsphase fand Langschlag laut Trainer Dominik Hinterndorfer immer besser in die Partie, verteidigte danach konsequent und schlug in der Schlussphase entscheidend zu. Vor allem in den Zweikämpfen und in der Arbeit gegen den Ball sah der Trainer die Basis für den Auswärtssieg.
Ganz rund lief es bei den Gästen zunächst nicht. Hinterndorfer sagte offen, dass seine Mannschaft erst nach 20 bis 30 Minuten richtig in die Partie gefunden habe. Dann aber wurde Langschlag klarer in den Abläufen, vor allem im Zentrum. „Wir haben im Zentrum sehr viele Räume gefunden, wo wir durchkombinieren konnten“, erklärte der Trainer. Trotzdem blieben die ganz großen Chancen vor der Pause noch aus, was den Auftritt der Gäste zunächst ordentlich, aber noch nicht zwingend machte. Umso wichtiger war es aus Langschlager Sicht, kurz vor dem Seitenwechsel doch noch in Führung zu gehen. In der 41. Minute traf Patrick Prock zum 0:1 und sorgte damit dafür, dass die Gäste für ihre stärkere Phase noch vor der Pause auch belohnt wurden.
Auch nach dem Wechsel war die Partie aus Sicht des Langschlag-Trainers noch lange nicht auf Schiene. Die ersten zehn bis fünfzehn Minuten gefielen ihm ausdrücklich nicht, und beim knappen Vorsprung blieb die Begegnung jederzeit offen. „Beim 1:0 ist alles andere als eine sichere Partie“, sagte Hinterndorfer und verwies darauf, dass Allentsteig viele hohe Bälle nach vorne brachte. In solchen Situationen könne immer etwas passieren, wenn einmal ein Ball durchrutscht. Umso mehr hob er hervor, wie stabil seine Mannschaft in der Defensive arbeitete. „Unsere Innenverteidiger haben alles wegverteidigt, was möglich war“, meinte er. Selbst die Rote Karte gegen Bernhard Wandl in der 80. Minute brachte Langschlag nicht aus der Ordnung. Fünf Minuten später fiel nach einem starken Pressing von Kevin Klein das 0:2 durch Milan Stanek, und mit dem 0:3 von David Dürnitzhofer in der 88. Minute war die Sache endgültig entschieden.
Dass der Sieg für Hinterndorfer nicht nur mit den drei Toren zu erklären ist, machte er nach dem Schlusspfiff klar. Die größte Stärke seiner Mannschaft lag für ihn in der Art, wie sie die Partie angenommen hat. „Wir haben kämpferisch sehr gut dagegengehalten. Wir haben gewusst, es wird eine kampfbetonte Partie“, sagte der Trainer. Gerade gegen Allentsteig sei genau das zu erwarten gewesen, und deshalb war er besonders damit zufrieden, wie konsequent auch die jüngeren Spieler in die Zweikämpfe gingen. „Wir haben ihnen die Schneid abgekauft“, fasste er es prägnant zusammen. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. In der Vorwärtsbewegung sieht er noch zu viele unnötige Ballverluste, weil seine Mannschaft manche Situationen zu kompliziert lösen will und einfache Pässe liegen lässt.
Unter dem Strich nahm Langschlag aus Allentsteig also mehr mit als nur das nackte 3:0. Für Hinterndorfer war es vor allem wichtig, dass seine Mannschaft wieder zu jenen Tugenden zurückgefunden hat, die in dieser Liga oft den Unterschied machen. „Der Schlüssel ist, dass jeder sein absolut Bestes gibt, niemals den Kopf nach Fehlern hängen lässt und weiterkämpft, auch wenn es gerade nicht einfach ist. Dadurch kann man Spiele gewinnen und auch das nötige Spielglück erzwingen“, sagte er. Genau das sah er diesmal über weite Strecken. Dass er auch die Rote Karte und die Leistung des Schiedsrichters nicht unnötig zum Thema machen wollte, passte ins Gesamtbild. „Er hat sie gegeben, das muss man akzeptieren. Wie er die Partie allgemein geleitet hat, war aus meiner Sicht sehr gut“, sagte der Trainer nüchtern. So bleibt ein Auswärtssieg, der klar aussieht, sich aber erst entwickeln musste und für Langschlag vor allem über Disziplin, Zweikampfstärke und Geduld zustande kam.