In der 2. Klasse Waldviertel Zentral musste sich der USC Bad Großpertholz bei der SG Brand - Nagelberg/Hoheneich mit 1:3 geschlagen geben. Trainer David Artner sprach nach der Partie von einem verdienten Heimsieg, weil seine Mannschaft weder spielerisch noch kämpferisch an ihr Limit kam. Vor allem Tempo, Biss und Laufbereitschaft fehlten den Gästen aus seiner Sicht über die gesamten 90 Minuten.

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Die Gastgeber brachten das Spiel schon in der ersten halben Stunde auf ihre Seite. In der 31. Minute erzielte Matthias Fichtinger das 1:0, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Für Bad Großpertholz wurde die Aufgabe nach dem Seitenwechsel noch schwieriger, weil Filip Nehyba in der 65. Minute auf 2:0 erhöhte. Die Gäste kamen durch Dominik Natr in der 75. Minute zwar noch einmal auf 2:1 heran, konnten daraus aber keine echte Wende mehr machen. In der 85. Minute sorgte Nico Schmid mit dem 3:1 für die endgültige Entscheidung. Damit stand am Ende ein Heimsieg, den auch der Gästetrainer nicht infrage stellte.
David Artner suchte in seiner Analyse keine Ausreden und wurde in seiner Wortwahl sehr klar. „Es war über 90 Minuten ein verdienter Sieg für Brand-Hoheneich“, sagte der Trainer von Bad Großpertholz unmittelbar nach dem Spiel. Für ihn lag der Hauptgrund darin, dass seine Mannschaft in mehreren Grundtugenden zu wenig auf den Platz brachte. „Sie waren aggressiver, bissiger, laufstärker und haben sich den Sieg so verdient“, sagte Artner über die Gastgeber. Noch deutlicher wurde er beim Blick auf die eigene Leistung: „Wir haben es weder spielerisch noch kämpferisch geschafft, auf unser Leistungslimit zu kommen.“ Damit war für ihn auch erklärt, warum seine Mannschaft an diesem Nachmittag nie wirklich die Kontrolle über das Spiel bekam.
Artner beließ es nicht bei allgemeinen Sätzen, sondern benannte ziemlich konkret, was seiner Mannschaft gefehlt hatte. „Wir waren nicht schnell genug im Kopf, nicht schnell genug auf den Beinen und nicht gut genug mit dem Ball“, hielt er fest. Genau in dieser Mischung sah er den Unterschied zwischen beiden Teams. Während Brand-Hoheneich aus seiner Sicht mehr Willen, mehr Einsatz und mehr Laufbereitschaft zeigte, blieb Bad Großpertholz in den entscheidenden Bereichen unter den eigenen Möglichkeiten. Das erklärt auch, warum der USC weder spielerisch noch kämpferisch wirklich Zugriff bekam. Entsprechend eindeutig fiel Artner auch in seinem Urteil über den Gegner aus: „Sie waren ganz einfach besser und haben das Spiel verdient gewonnen.“
Ein Punkt blieb für den Gästetrainer dennoch hängen: die Entstehung des ersten Gegentreffers. Artner schilderte die Szene so, dass seine Mannschaft zuvor selbst eine sehr gute Chance hatte und danach mit einem langen Ball ausgehebelt wurde. Dazu kam aus seiner Sicht noch die Frage, ob die Situation überhaupt regulär war. „Beim 1:0 würde ich schon die Frage stellen, ob man da nicht Abseits pfeifen muss“, sagte er. Zugleich machte er aber klar, dass diese Szene für ihn nicht als Hauptargument taugt. „Das war sicher mitentscheidend, aber nichtsdestotrotz war es ein verdienter Sieg“, erklärte Artner. Den Schiedsrichter nahm er dabei ausdrücklich aus der Kritik: „Insgesamt hat der Schiedsrichter das Spiel sehr gut geleitet.“ Viel Positives wollte er aus dem Auftritt seiner Mannschaft nicht ziehen. „Da war nicht so viel Gutes dabei.“ Für Bad Großpertholz bleibt es damit nach neun Runden bei elf Punkten und Rang neun, während Brand-Hoheneich mit 17 Zählern auf Platz vier vorstößt.