Spielberichte

FC St. Egyden/Steinfeld, Trainer Erich Röcher: „Stimmung ist sehr gut“ – Top fünf im Visier

FC St. Egyden/Stfd.

Zwischen Ambition und Aufbruch: In der 2. Klasse Wechsel beschreibt Erich Röcher, Trainer von FC St. Egyden/Steinfeld, vor der Rückrunde eine Mannschaft, die ihren Weg kennt und konsequent geht. Er skizziert eine klare Linie mit jungen Spielern, punktuellen Ergänzungen und hoher Trainingsbeteiligung, die sich in der körperlichen Verfassung niederschlägt. Trotz schlankem Kader sieht er sein Team konkurrenzfähig und mit einem klaren Etappenziel. Im medizinischen Bereich meldet er Entspannung, abgesehen von einem Langzeitausfall; zuvor verletzte Akteure sollen ins Mannschaftstraining zurückkehren. In seinen Einschätzungen schwingt Respekt vor Ligagegnern wie Neunkirchen und Aspang mit – und zugleich die Überzeugung, dass Kameradschaft und Kollektiv der Schlüssel sind. „Stimmung ist sehr gut. Es herrscht wirklich Aufbruchstimmung im Verein. Wir sind auf einem guten Weg, haben gute Vorbereitungsergebnisse und wollen den eingeschlagenen Weg unbedingt fortsetzen“, sagt Röcher.

Zwei Fußballspieler im Kampf um den Ball

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Rückblick und Kurs

Röcher verknüpft den Aufwärtstrend der Hinrunde mit einer klaren Perspektive für die nächsten Schritte und verortet die Stärken seiner Mannschaft in Stabilität und Entwicklung.

Erich Röcher: „Grundsätzlich waren wir mit der Hinrunde sehr zufrieden. Wir sind fast vom letzten Platz gestartet und haben bis zum letzten Spieltag um Rang drei mitgespielt. Defensiv waren wir stabil. Wir haben viele junge Spieler eingebaut – so wollen wir weiterarbeiten.“

Kader, Verletzungen und Training

Bei den Personalien setzt Röcher auf kleine, gezielte Anpassungen und den nächsten Schritt aus der eigenen Jugend. Er betont einen kompakten, belastbaren Kader sowie eine sehr hohe Trainingsbeteiligung, die der Mannschaft sichtlich guttut. Das Etappenziel ist klar: In der Rückrunde soll die Top fünf attackiert werden.

Erich Röcher: „Wir hatten nur kleine Adaptierungen. Auf einen Spieler müssen wir aufgrund anhaltender Knieprobleme verzichten. Dafür haben wir Ronald Takacs dazubekommen – eine richtig gute Verstärkung. Außerdem haben wir Burschen aus der U 17 und U 16 eingebaut. Der Kader ist nicht riesig, aber konkurrenzfähig. Die Spieler sind regelmäßig beim Training; die sehr hohe Beteiligung spiegelt sich in der Physis wider. Ziel ist in der Rückrunde, die Top fünf anzugreifen.“

Erich Röcher: „Die Neuzugänge sind sehr gut aufgenommen worden. Bis auf Dominik Zenz haben wir im Moment keine Langzeitverletzten. Er hat sich leider schon früh in der Saison wehgetan und wird auch für die Rückrunde ausfallen. Die Verletzten, die im Herbst gefehlt haben, steigen jetzt wieder ins Mannschaftstraining ein. Wir hoffen natürlich, von weiteren Ausfällen verschont zu bleiben – das wird ganz wichtig sein, um in der Rückrunde Erfolge einzufahren.“

Gegnerbilder und enge Liga

In seiner Standortbestimmung markiert Röcher zwei Profile in der Liga: Neunkirchen mit hoher Offensivqualität, Aspang als Kollektiv mit Schlagkraft. Davon unbeeindruckt verweist er auf den eigenen Weg über Zusammenhalt und Kleinarbeit – und erwartet erneut eine extrem knappe Rückrunde, in der fast jeder jeden schlagen kann.

Erich Röcher: „Fußballerisch, vor allem in der Offensive, war Neunkirchen sehr beeindruckend – obwohl wir dort 3:1 gewonnen haben. Aspang kommt sehr stark über das Kollektiv, daher auch die guten Ergebnisse im Herbst. Wir haben viele Spiele knapp gewonnen – das spricht für die Mannschaft und das Kollektiv. Insgesamt ist die Liga sehr ausgeglichen. Ich gehe davon aus, dass es auch in der Rückrunde so bleibt, dass fast jeder jeden schlagen kann. Es wird wieder sehr eng.“

Forderung an den Verband

Abseits des Rasens richtet Röcher einen deutlichen Appell an die Entscheider: Mehr Vereine, mehr Spiele, mehr Planungssicherheit – und damit auch bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Klubs seines Formats.

Erich Röcher: „Die Zwölferliga ist viel zu klein. Es braucht ein Umdenken im Verband: mindestens 14 Vereine, lieber 16 – auch wegen der Einnahmen. Elf Heimspiele in einer Saison sind zu wenig. Wir haben neun Wochen Vorbereitung, dann ist die ganze Liga spielfrei, dann spielen wir wieder ein paar Matches, dann sind wir wieder spielfrei. Das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders. Mein Wunsch wären 14 bis 16 Vereine. Dann kann man ordentlich planen, hat mehr Einnahmen und mehr Heimspiele – das gehört unbedingt geändert.“