Spielberichte

Herbert Trenker (Obmann USC Hochneukirchen): „Wir haben Krumbach unterschätzt“

Hochneukirchen
USC Krumbach

Derby-Dämpfer in der 2. Klasse Wechsel: Der USC Hochneukirchen kassierte gegen den USC Krumbach zu Hause eine herbe 3:8-Niederlage. Die Gäste legten früh vor und brachten den Sieg souverän ins Ziel. Obmann Herbert Trenker sprach von einem bitteren Nachmittag und fand klare Worte: „Wir haben den Gegner unterschätzt. Krumbach hat sich den Sieg mehr als verdient.“ Trotz des Debakels fordert er: „Kopf hoch, trainieren und im nächsten Match unseren Tabellenplatz bestätigen.“

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, Krumbach legt vor der Pause den Grundstein

Hochneukirchen startete nervös, Krumbach eiskalt. Bereits in Minute 9 stellte Tobias Buchegger auf 0:1, zehn Minuten später erhöhte Philipp Luckerbauer auf 0:2. Kurz vor dem Pausenpfiff legte Andreas Strassgütl das 0:3 nach (44.) – damit war die Richtung gesetzt. Herbert Trenker schilderte den Knackpunkt unmissverständlich: „Der Knackpunkt war sehr zeitig in der ersten Halbzeit. Wir sind schnell in Rückstand geraten und haben in den ersten Minuten keine Zweikämpfe gewonnen – so kommst du schwer ins Spiel.“ Er blickte auch auf die Ausgangslage: „Die Vorzeichen waren eigentlich pro Hochneukirchen, wir hatten zwei Siege, Krumbach zwei Niederlagen. Aber das ist im Fußball eine Kopfsache.“ Sein Fazit zur ersten Hälfte fiel deutlich aus: „Krumbach hat uns die Schwächen aufgezeigt und den Sieg mehr als verdient.“

Hoffnung nach der Pause – doch Krumbach antwortet immer wieder

Gleich nach dem Seitenwechsel keimte kurz Hoffnung auf: Barna Harsanyi traf in Minute 48 zum 1:3. Doch Krumbach ließ sich nicht beirren. Philipp Luckerbauer stellte nach 61 Minuten den alten Drei-Tore-Abstand her. Hochneukirchen gab nicht auf, Philip Stögerer verkürzte auf 2:4 (65.). Dann wieder der Dämpfer: Balazs Petro traf zum 2:5 (71.). Als Zsolt Csaba Hegyesi in der 79. Minute das 3:5 markierte, war die Partie noch einmal offen – aber nur kurz. Krumbach zog in der Schlussphase davon: Lukas Hinterleitner (84.), Fabian Wedl (86.) und erneut Petro (90.) machten das 3:8 klar. Trenker brachte das Muster des zweiten Durchgangs treffend auf den Punkt: „Sobald wir näher gekommen sind, haben wir wieder eine Antwort bekommen.“ Auch der Rahmen des Derbys spielte mit hinein: „Es waren sehr viele Zuseher, ich habe gar nicht alle Tore gesehen.“ Streitigkeiten gab es keine: „Der Schiedsrichter war absolut kein Thema – Leistung mehr als okay.“

Einstellung, Zweikampfverhalten und der Blick nach vorne

In seiner Analyse sparte der Obmann nicht mit Selbstkritik. „Ich denke, es war die Einstellung und das Zweikampfverhalten. Das ist eine Kopfsache – da gibt es keinen Kippschalter“, sagte Trenker. „Wir haben Krumbach unterschätzt. Ist passiert, leider.“ Gleichzeitig mahnte er zur Ruhe: „Es wird dauern, bis wir das verdauen. Aber es ändert nichts: Kopf hoch, wieder ins Training und im nächsten Spiel unseren Tabellenplatz bestätigen.“ In der Tabelle bleibt Hochneukirchen nach 15 Runden mit 27 Punkten Dritter, Krumbach rückt mit 26 Zählern knapp dahinter auf Rang vier heran. Die Marschroute ist damit klar: aus den Fehlern lernen, die Zweikämpfe annehmen und wieder zu den Leistungen der letzten Wochen zurückfinden. Denn selbst in einem schweren Derby zeigte die Mannschaft, dass sie sich – trotz des Endstands – nicht hängen ließ und zwischenzeitlich immer wieder herankam.

2. Klasse Wechsel: Hochneukirchen : Krumbach - 3:8 (0:3)

  • 90
    Balazs Petro 3:8
  • 86
    Fabian Wedl 3:7
  • 84
    Lukas Hinterleitner 3:6
  • 79
    Zsolt Csaba Hegyesi 3:5
  • 71
    Balazs Petro 2:5
  • 65
    Philip Stögerer 2:4
  • 61
    Philipp Luckerbauer 1:4
  • 48
    Barna Harsanyi 1:3
  • 44
    Andreas Strassgütl 0:3
  • 19
    Philipp Luckerbauer 0:2
  • 9
    Tobias Buchegger 0:1