In der 2. Klasse Wechsel hat der USC Hochneukirchen gegen den FC Mönichkirchen einen schon verlorenen Nachmittag noch in einen 5:2-Heimsieg verwandelt. Nach einem 0:2 zur Pause sprach Trainer Andreas Renner von einer völlig veränderten Mannschaft nach dem Seitenwechsel. „Die Mannschaft hat an sich geglaubt“, sagte er – und genau das war für ihn der Schlüssel zu einer zweiten Halbzeit, in der Hochneukirchen das Spiel komplett drehte.

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Aus Sicht des Trainers begann die Partie genau so, wie man sie sich in Hochneukirchen nicht vorgestellt hatte. „Wir sind nicht so gut in das Spiel gekommen, haben viele Fehler im Spielaufbau gemacht“, sagte Renner. Gerade beim Herausspielen habe vieles nicht funktioniert, dazu stand Mönichkirchen tief und machte die Räume eng. Trotzdem hatten die Gastgeber ihre Möglichkeiten, doch laut Renner hielt der Tormann der Gäste zweimal stark. Auf der anderen Seite zeigte sich Mönichkirchen deutlich konsequenter. Jakub Semanko nutzte in der 17. und in der 39. Minute die Fehler der Heimelf eiskalt aus und brachte die Gäste mit 2:0 in Führung. „Der Pausenstand war nicht unverdient“, meinte Renner, der auch anerkennen musste, dass Mönichkirchen „alles reingelegt“ habe und mit weiten Bällen immer wieder Probleme verursachte.
Entscheidend war für Renner deshalb nicht eine einzelne Aktion auf dem Feld, sondern das, was in der Kabine passierte. „Der wichtigste Moment war, dass die Mannschaft an sich geglaubt hat, auch nach dem 0:2-Rückstand“, sagte der Trainer. Er habe seine Spieler in der Pause daran erinnert, dass man schon in der Vorbereitung solche Rückstände gedreht habe. Die Antwort kam schnell. In der 55. Minute verkürzte Barna Harsanyi auf 1:2, und plötzlich war wieder Leben in der Partie. Nur sechs Minuten später stellte Samuel Luckerbauer auf 2:2, damit war die Begegnung endgültig wieder offen. Renner sprach von einer Mannschaft, die „emotional verändert aus der Kabine“ gekommen sei und danach wirklich Gas gegeben habe. Auch spielerisch habe sich das Bild gedreht: „Nach einigen Umstellungen sind wir wirklich ins Spielen gekommen. Wenn wir ins Spielen kommen, dann sind wir schwer zu verteidigen.“ Gerade die schnellen und technisch guten Spieler hätten das nach der Pause deutlich gezeigt.
Beim Stand von 2:2 war die Aufgabe für Hochneukirchen laut Trainer noch einmal heikel. Viel wichtiger war für ihn aber, wie seine Mannschaft auf diese Phase reagierte. Statt sich aus dem Konzept bringen zu lassen, blieb Hochneukirchen am Drücker und ging in der 69. Minute durch Paul Höller erstmals in Führung. Damit war das Spiel gedreht, entschieden war es zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Erst Tamas Baliko stellte in der 86. Minute auf 4:2, ehe er in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer auch den 5:2-Endstand fixierte. Renner sah in dieser Phase klare Vorteile bei seinem Team: „Wir haben dann die Oberhand bekommen und da konnte Mönichkirchen nicht mehr zusetzen.“
Dass aus einem 0:2-Rückstand am Ende noch ein 5:2 wurde, erklärte der Hochneukirchner Trainer vor allem mit Moral, Wille und dem festen Glauben an die eigene Stärke. „Wir haben heute mit vielen jungen Spielern gespielt, die wirklich Herz gezeigt haben, sich reingehauen haben“, sagte Renner. Gerade deshalb fiel sein Fazit nach dem Schlusspfiff deutlich aus. „Nach einem 0:2-Pausenrückstand muss man erst einmal zurückkommen. Sie hat wirklich Moral gezeigt und an sich geglaubt. Hut ab vor der Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit.“ Mit dem ersten Saisonsieg steht Hochneukirchen nun bei drei Punkten. Für Mönichkirchen blieb nach einer starken ersten Hälfte und der 2:0-Führung dagegen ein Nachmittag, an dem eine gute Ausgangslage am Ende nicht reichte.