In der 2. Klasse Wechsel hat sich ASK Ternitz am Sonntag in einer engen Partie mit 1:0 gegen SV Grünbach durchgesetzt. Christoph Mattes sprach danach von einem fairen, aber hart geführten Match und machte zwei Szenen als entscheidend aus: das 1:0 durch Fatlum Laiq nach der Pause und den gehaltenen Elfmeter am Ende. Für den Ternitz-Coach war es deshalb in Summe "ein verdienter Sieg".

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Es war kein Spiel, das sich früh geöffnet hat. Zur Pause stand es 0:0, und genau so schilderte es Mattes auch im Rückblick: als "faires, aber hart geführtes Match". Vieles lief also über Einsatz, Zweikämpfe und die Bereitschaft, sich jeden Meter zu holen. Der entscheidende Treffer fiel dann in der 55. Minute, als Fatlum Laiq für Ternitz zum 1:0 traf. Mattes beschrieb die Aktion sehr konkret: "Es war ein guter langer Pass auf die linke Seite. Dort gewinnen wir das Kopfballduell, der Stürmer setzt sich gegen Abwehrspieler und Tormann durch und schießt ihn rein." Für die Gastgeber war das die Szene, die einer lange engen Partie plötzlich eine Richtung gab.
Dass dieses Spiel trotzdem bis ganz zum Schluss offen blieb, zeigte die zweite Szene, die Mattes besonders hervorhob. Für ihn war nicht nur das Tor zum 1:0 wichtig, sondern auch das, was am Ende noch passierte. "Natürlich war entscheidend, dass wir das 1:0 gemacht haben und dass der Tormann am Ende den Elfmeter gehalten hat", sagte der Ternitz-Coach. Dabei machte er auch kein großes Thema daraus, ob die Entscheidung richtig war. "Der Elfmeter war gerechtfertigt, aber unser Tormann hat ihn super gehalten", meinte Mattes. So blieb es bei diesem knappen Vorsprung, den Ternitz bis zum Schlusspfiff über die Linie brachte. Auch die Leistung des Schiedsrichters ordnete er nüchtern ein: "Der Schiedsrichter war in Ordnung."
In seiner Analyse legte Mattes den Schwerpunkt klar auf jene Dinge, die im Unterhaus oft den Unterschied machen. "Das Läuferische und das Kämpferische waren heute sehr gut", sagte er, und genau darin sah er auch eine wichtige Grundlage für den Heimsieg. Gerade gegen einen Gegner wie Grünbach, den der Ternitz-Trainer als "spielstarke Mannschaft" bezeichnete, war das für ihn ein entscheidender Punkt. Gleichzeitig beließ er es nicht beim Lob. Mattes sprach auch offen an, wo seine Mannschaft noch Luft nach oben hat. "Spielerisch können wir uns noch weiterentwickeln, und an der Chancenverwertung müssen wir auch noch arbeiten." Der Sieg war also aus seiner Sicht verdient, aber nicht so gemeint, dass bereits alles passt. Vielmehr war es ein Auftritt, der vor allem über Arbeit, Laufbereitschaft und Einsatz getragen wurde.
Mit dem 1:0 hält Ternitz nach zwei Runden der Meisterschaft nun bei drei Punkten und liegt damit aktuell auf Rang sechs, Grünbach ist mit ebenfalls drei Zählern Achter. Für Mattes stand nach dem Schlusspfiff aber weniger die Tabelle im Vordergrund als die Frage, warum seine Mannschaft dieses enge Spiel auf ihre Seite gezogen hat. Seine Antwort fiel klar aus: "Ich glaube, dass wir den Sieg mehr wollten als der Gegner." Genau dieser Satz bringt den Nachmittag ziemlich gut auf den Punkt. Ternitz hat sich den Erfolg nicht mit spielerischer Leichtigkeit geholt, sondern mit Konsequenz, Einsatz und dem nötigen Rückhalt im Tor. Wenn die Mannschaft diese Basis in die nächsten Wochen mitnimmt und sich in den angesprochenen Punkten weiter verbessert, dann kann dieses 1:0 mehr sein als nur ein knapper Heimsieg.