Spielberichte

„Die frühe Führung hat uns in die Karten gespielt“ – Natschbach-L. meldet sich mit 5:0 zurück

Natschbach-L.
Hochneukirchen

In der 2. Klasse Wechsel hat sich Union Natschbach-L. mit einem klaren 5:0 gegen den USC Hochneukirchen zurückgemeldet. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt war es aus Sicht von Sportlichem Leiter Leopold Weissenböck „von der ersten Minute an“ eine gute Leistung, wobei vor allem der schnelle Start viel ausmachte. Genau diese frühe Führung habe der Partie rasch eine Richtung gegeben.

Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

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Früher Treffer bringt Natschbach-L. auf Kurs

Dass die Hausherren schon nach zwei Minuten durch Philipp Grawatsch in Führung gingen, war für Weissenböck einer der entscheidenden Punkte des Abends. „Der Spielverlauf hat uns mit der frühen Führung in die Karten gespielt“, sagte er, ohne den Auftritt seiner Mannschaft allein auf diesen Start reduzieren zu wollen. Vielmehr habe Natschbach-L. von Beginn an einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ganz erledigt war die Partie nach dem 1:0 aus seiner Sicht aber noch nicht. „Bis zur 30. Minute war das Spiel noch etwas mehr auf Messers Schneide, aber spätestens mit dem 2:0 ist das Spiel sehr, sehr klar in unsere Richtung gekippt“, ordnete er ein. Das 2:0 erzielte Srdan Tonkovic in der 32. Minute, davor war schon das erste Tor nach einem weiten Einwurf gefallen. Auch beim zweiten Treffer war ein langer Einwurf von Thomas Ungerhofer der Ausgangspunkt. Noch vor der Pause legte Natschbach-L. nach: In Minute 43 erhöhte Krisztian Horvath auf 3:0. Kurz darauf sah Hochneukirchens Stefan Ungerböck in der 44. Minute die Rote Karte. Nach dem Seitenwechsel machte Grawatsch mit dem 4:0 in Minute 51 endgültig alles klar, ehe Horvath mit seinem zweiten Treffer in der 65. Minute den 5:0-Endstand herstellte.

Elf Spieler jagten den Ball, Hochneukirchen kam kaum zur Ruhe

Weissenböck hob nach dem Spiel vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor. Für ihn war das ein zentraler Grund dafür, warum Hochneukirchen über weite Strecken kaum in die Partie fand. „Im Pressing und Gegenpressing war das wahrscheinlich die beste, zumindest die konstanteste Leistung seit dem Amtsantritt unseres Trainers“, sagte der Sportliche Leiter. Besonders wichtig war ihm dabei, dass nicht einzelne Spieler herausstachen, sondern das Kollektiv. „Es waren wirklich elf Spieler scharf, den Ball zu jagen“, meinte er, und genau so hatte die Leistung der Gastgeber auch ihren roten Faden. Hochneukirchen kam laut Weissenböck kaum zu längeren Ballstafetten. „Ich glaube, Hochneukirchen hat kaum eine Passsequenz mit mehr als drei, vier Stationen gehabt“, sagte er. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass es trotz des klaren Ergebnisses eine faire Partie blieb. Er wollte den Gegner sportlich nicht bewerten, betonte aber ausdrücklich: „Sie haben sich stets fair und sportlich korrekt verhalten.“ Weil das Spiel schon früh klar in Richtung der Gastgeber lief, gab es aus seiner Sicht auch „wenig, über das man diskutieren müsste“.

Kein Schwarz-Weiß-Denken und ein Extralob für Kugler

So deutlich das 5:0 auch ausfiel, Weissenböck wollte den Sieg nicht größer machen, als er innerhalb der jungen Saison ist. Gerade nach den beiden Auftaktniederlagen sei es wichtig, ruhig zu bleiben und nicht in einfache Muster zu verfallen. „Die Spieler waren nach den ersten zwei Niederlagen keine Versager. Sie sind jetzt keine Helden“, sagte er sehr klar. Für ihn sei entscheidend, dass die Mannschaft das vorhandene Potenzial regelmäßig auf den Platz bringe. „Wenn sie die Leistungen zukünftig am Platz bringen, dann werden sie uns noch viel Freude machen“, so Weissenböck. Der Erfolg gegen Hochneukirchen sei deshalb vor allem „ein erster wichtiger Schritt“. Persönlich hob er trotz der starken Teamleistung noch Dominik Kugler heraus. „Dominik Kugler hat in den letzten eineinhalb Jahren nicht die leichteste Situation gehabt, ist seit Saisonbeginn aber einer der konstantesten Spieler bei unserer Mannschaft“, sagte Weissenböck. Dass Kugler laut Weissenböck trotz Nasenbeinbruch wieder zu den Besten zählte, machte das Lob für ihn umso bemerkenswerter. Viel Zeit zum Genießen bleibt allerdings nicht, denn schon in der kommenden Woche wartet mit Puchberg „eine sehr, sehr hohe Hürde“.

2. Klasse Wechsel: Natschbach-L. : Hochneukirchen - 5:0 (3:0)

  • 65
    Krisztian Horvath 5:0
  • 51
    Philipp Grawatsch 4:0
  • 43
    Krisztian Horvath 3:0
  • 32
    Srdan Tonkovic 2:0
  • 2
    Philipp Grawatsch 1:0