Spielberichte

"Wir haben das Herz am Platz gelassen" – Gloggnitz II belohnt sich spät mit zwei Treffern

Gloggnitz II
ASK Ternitz

In der 2. Klasse Wechsel hat Gloggnitz II am Samstag in der 3. Runde ASK Ternitz mit 2:0 besiegt. Nach einer torlosen ersten Hälfte schlugen die Gastgeber spät zu und belohnten sich für einen Auftritt, den Trainer Sebastian Ebner vor allem über Haltung und Kompaktheit erklärte. "Wir haben über die kompletten 90 Minuten eine kämpferische Leistung hergezeigt", sagte er nach dem Schlusspfiff.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Lange offen, dann trifft Gloggnitz in der Schlussphase

Vieles sprach lange für ein Geduldsspiel. Ebner beschrieb die eigene Anlage so: "Wir sind defensiv kompakt gestanden und haben offensiv Nadelstiche gesetzt, über Konter und auch über spielerische Lösungen." Genau so entwickelte sich die Partie auch. Zur Pause stand es 0:0, weil beide Mannschaften wenig zuließen und Gloggnitz seine Möglichkeiten zunächst nicht in Zählbares ummünzen konnte. Der entscheidende Zugriff kam erst in der Schlussphase. In der 78. Minute nutzten die Gastgeber laut Ebner "einen Abwehrfehler im richtigen Moment". Ein Gloggnitzer ging dazwischen, legte quer und Felix Aigner brachte seine Mannschaft mit dem 1:0 auf Kurs. Zehn Minuten später legte Rene Maschler nach. Diesmal war es, wie der Trainer erklärte, "ein super herausgespielter Zug", abgeschlossen mit einem Schuss aus dem Bereich des Sechzehners zum 2:0.

Der Unterschied lag für Ebner in Haltung und Zweikämpfen

Für den Trainer lag die Grundlage des Heimsiegs nicht nur in den beiden späten Toren, sondern im gesamten Auftritt seiner Mannschaft. "Wir haben das Herz am Platz gelassen. Wir haben die Zweikämpfe angenommen", sagte Ebner, und genau diesen Punkt stellte er auch als Unterschied zwischen den beiden Teams heraus. Aus seiner Sicht war Gloggnitz "über die gesamte Zeit spielerisch kompakter und kämpferischer" und deshalb ein verdienter Sieger. Das passt zu einem Spiel, das nicht über viele offene Räume, sondern über Disziplin, Geduld und Beharrlichkeit entschieden wurde. Weil die Gastgeber ihre Ordnung hielten und sich auch in einer engen Partie nicht aus der Ruhe bringen ließen, blieb die Begegnung für sie kontrollierbar. Als sich die Chancen dann in der Schlussphase boten, war Gloggnitz da und machte den Unterschied mit zwei späten Treffern klar.

Ternitz machte Druck, Gloggnitz sieht trotzdem noch Luft nach oben

Leicht war der Abend für die Gastgeber trotzdem nicht. Ebner hob hervor, dass die Gäste vor allem nach dem Seitenwechsel mehr Druck entwickelten: "Der Gegner ist kompakt gestanden und hat uns in der zweiten Halbzeit höher attackiert, wo wir dann Probleme gehabt haben." Gerade diese Phase macht den 2:0-Erfolg aus Sicht des Trainers umso wertvoller, weil seine Mannschaft auch dann standhielt, als das Spiel unangenehmer wurde. Ganz ohne Kritik wollte Ebner den Auftritt aber nicht stehen lassen. "Verbesserungsmöglichkeiten sind, die herausgespielten Chancen besser zu nutzen", sagte er. Gloggnitz nimmt damit nicht nur drei Punkte aus Runde drei mit, sondern auch die Bestätigung, dass Kompaktheit und Einsatzbereitschaft tragen können. Zur Schiedsrichterleistung wollte Ebner gar nicht viel sagen. Seine Einschätzung fiel knapp aus: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung."

2. Klasse Wechsel: Gloggnitz II : Ternitz - 2:0 (0:0)

  • 88
    Rene Maschler 2:0
  • 78
    Felix Aigner 1:0