Spielberichte

"Wer die erste Chance nützt, wird das Spiel gewinnen" – Kirchberg belohnt sich mit dem 1:0

SV Grünbach
USV Kirchberg

In der 2. Klasse Wechsel hat sich SV Grünbach am Samstag dem USV Raika Kirchberg am Wechsel mit 0:1 geschlagen geben müssen. Auf einem laut Trainer Karl Rupprecht "beinharten" Platz und bei schwieriger Sonne entwickelte sich eine zähe Partie, in der sich beide Mannschaften lange neutralisierten. Nach torloser erster Hälfte kam Kirchberg besser aus der Pause und nutzte durch Krisztian Geresi genau jene eine Chance, die am Ende den Unterschied machte.

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ein Spiel, das lange feststeckte

Karl Rupprecht erlebte die 90 Minuten als ausgeglichene Angelegenheit, bei der die Bedingungen fast ebenso viel ausmachten wie das Spiel selbst. Der Kirchberg-Trainer sprach von einem "beinharten Fußballplatz", der "eher schon Ausmaße des Hallenfußballs angenommen hat", und machte kein Geheimnis daraus, dass seine Mannschaft damit anfangs zu kämpfen hatte. Dazu kam in der ersten Halbzeit die tief liegende Sonne, die es den Gästen zusätzlich schwer machte. Kirchberg fand daher nicht so in die Partie, wie es sich Rupprecht vorgestellt hatte. Grünbach hatte nach seiner Einschätzung vor der Pause mehr vom Spiel und war die spielbestimmendere Mannschaft, allerdings ohne daraus zwingend Kapital zu schlagen. "Es war links und rechts gar keine Torchance vorhanden", sagte Rupprecht, der das 0:0 zur Pause deshalb auch als logische Folge eines Spiels sah, in dem sich beide Teams früh gegenseitig den Raum nahmen.

Nach der Pause aktiver, Geresi trifft

Mit dem Seitenwechsel änderte sich aus Sicht der Gäste das Bild. Kirchberg nahm sich laut Rupprecht in der Kabine vor, die nun tief stehende Sonne aufseiten des Gegners für sich zu nutzen, und kam danach besser ins Spiel. "Wir waren in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft, die spielbestimmendere Mannschaft", sagte der Trainer. Zwar blieb auch diese Phase chancenarm, doch die Gäste wurden etwas klarer in ihren Aktionen. In der 64. Minute fiel dann das einzige Tor des Nachmittags: Krisztian Geresi verwertete nach den Worten seines Trainers "die einzige wirkliche Torchance", die Kirchberg hatte, und brachte seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Rupprecht sprach bei dieser Szene von einer "wunderschönen Aktion" und sah damit genau jenes Muster bestätigt, das sich für ihn über die ganze Partie abgezeichnet hatte: "Es war vorauszusehen: Wer die erste Chance nützt, wird das Spiel gewinnen."

Viel Einsatz, wenig Chancen und drei Punkte

Gerade weil das Spiel auch nach dem Führungstreffer eng blieb, bewertete Rupprecht den Auswärtssieg als verdient. "Grünbach hat in 90 Minuten keine einzige Torchance kreieren können", meinte er deutlich und hob zugleich hervor, wie kampfstark der Gegner auftrat. Die Gastgeber seien "sehr zweikampfstark" gewesen und hätten die Niederlage aus Pernitz spürbar ausbessern wollen. Umso höher schätzte der Kirchberg-Coach die Leistung seiner eigenen Mannschaft ein. "Unsere größte Stärke war die Bereitschaft, über 90 Minuten dem Gegner Paroli zu bieten", sagte er und erinnerte daran, dass er Grünbach zu den drei oder vier Topmannschaften dieser Liga zählt. Bei einer heiklen Abseitsszene wollte Rupprecht kein großes Thema aufmachen, auch die Leistung des Schiedsrichters nannte er "sehr gut". Ganz zufrieden war er trotz der drei Punkte nicht: "Im Spielerischen ist noch einiges zu verbessern." Mit dem 1:0 steht Kirchberg nach drei Runden bei neun Punkten und bleibt in der 2. Klasse Wechsel ganz vorne dabei.

2. Klasse Wechsel: Grünbach : Kirchberg - 0:1 (0:0)

  • 64
    Krisztian Geresi 0:1