In der 2. Klasse Wechsel ist SV Grünbach gegen USC Hochneukirchen über ein 1:1 nicht hinausgekommen. Nach einem 0:0 zur Pause gerieten die Gastgeber kurz nach Wiederbeginn in Rückstand, glichen aber noch aus. Obmann Harald Winkler sprach danach von einem über weite Strecken dominanten Auftritt seiner Mannschaft, die sich vor allem vor der Pause nicht belohnte.

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Aus Grünbacher Sicht war der Spielverlauf vor allem deshalb unerquicklich, weil die eigene Mannschaft laut Harald Winkler lange mehr vom Spiel hatte. „Es war ein sehr dominanter Auftritt von unserer Mannschaft, wo vor allem in Halbzeit eins die Tore gefehlt haben“, sagte der Obmann. Dennoch ging es mit einem 0:0 in die Kabinen. Kurz nach Wiederbeginn folgte dann der Rückschlag: In der 47. Minute brachte Paul Höller die Gäste mit 1:0 in Führung. Winkler sprach von einem Treffer „aus dem Nichts“ und schilderte die Szene sehr konkret: „Der Ball ist aus einer Platzunebenheit versprungen, von unserem Verteidiger schlecht kontrolliert worden und durch ein Gestocher ist das 1:0 entstanden.“ Gerade weil Grünbach bis dahin viel investiert hatte, war dieses Gegentor umso bitterer.
Dass die Partie danach nicht völlig weglief, führte Winkler vor allem auf die Reaktion seiner Mannschaft zurück. „Ich kann der Mannschaft, was den Kampfgeist betrifft, das Aufbäumen und die Laufbereitschaft, keinen Vorwurf machen“, sagte er. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass Hochneukirchen in der Phase nach der Führung durchaus die Möglichkeit hatte, auf 2:0 zu stellen. „Wenn wir Pech gehabt hätten, hätten wir aus einem Konter eventuell sogar noch einen größeren Rückstand bekommen können“, meinte Winkler. Der Ausgleich fiel deshalb erst spät, aber aus Sicht der Gastgeber verdient: In der 82. Minute verwandelte Matthias Winkler einen Elfmeter zum 1:1. Für Harald Winkler war es ein „gerechter Elfmeter“, und gerade deshalb ordnete er das Remis trotz Enttäuschung ungewöhnlich nüchtern ein: „Daher müssen wir mit dem Unentschieden zufrieden sein.“
Die Gründe dafür, warum aus dem Übergewicht nicht mehr geworden ist, sah der Grünbacher Obmann nicht nur in der Chancenverwertung, sondern auch in den Bedingungen. „Wir haben de facto von der Gemeindeführung ein Gießverbot, der trockene Sommer hat unser Spielfeld unbrauchbar gemacht. Daher ist unser Platz für unsere Mannschaft extrem schwer zu bespielen. Die Bälle verspringen sich“, erklärte er. Viele gute Ansätze seien da gewesen, aber eben zu selten bis zum Abschluss sauber ausgespielt worden. „Die entscheidenden letzten Pässe haben gefehlt“, sagte Winkler, und auf die Frage, was für mehr als einen Punkt nötig gewesen wäre, antwortete er mit einem kurzen, ehrlichen Satz: „Ein Tor.“ Zugleich hob er die faire Linie der Partie hervor, nannte Hochneukirchen „eine sehr faire Mannschaft“ und bescheinigte auch dem Schiedsrichter „eine hervorragende Leistung“. Für die nächsten Wochen hofft Grünbach nun vor allem auf ruhigere Spiele: Nach mehreren unglücklichen Momenten in den vergangenen Runden soll die Mannschaft „wieder auf die Spur finden“ – möglichst noch rechtzeitig vor dem Schneebergderby.