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0:4 in Wetzelsdorf: Wilfersdorf fehlt im letzten Drittel die Kreativität

USC Wetzelsdorf
FC Wilfersdorf

In der 2. Klasse Weinviertel setzte es für den FC Wilfersdorf beim USC Wetzelsdorf eine klare 0:4-Niederlage. Die Heimischen trafen durch Pascal Schwungfeld (30., 90+1), Gabriel Stecher (37.) und Raphael Frantz (80.). Trainer Roman Lanscha sprach von einer verdienten Pleite und haderte vor allem mit der fehlenden Durchschlagskraft im bzw. zum letzten Drittel. Ein früher Tormannwechsel in Hälfte eins und ein Lapsus beim 0:1 passten aus seiner Sicht ins Bild.

Tormann beim Abstoß

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Früher Wechsel im Tor, Wetzelsdorf stellt zur Pause auf 2:0

Roman Lanscha wählte deutliche Worte. „Verdiente Niederlage“, hielt der Wilfersdorf-Coach nüchtern fest. Seine Mannschaft startete zwar ordentlich in die Zweikämpfe, verlor aber Schritt für Schritt den Zugriff in der gegnerischen Hälfte. „Der Gegner war einfach griffiger, wollte den Sieg mehr und wir haben zuerst noch gut verteidigt, aber im letzten Drittel fehlte uns die Kreativität und wir haben keine ordentlichen Angriffe zusammengebracht.“ Bitter kam dazu, dass Wilfersdorf in der ersten Halbzeit den Tormann tauschen musste. „Wir mussten in der ersten Halbzeit den Tormann auswechseln. Beim 1:0 ist dem jungen Tormann ein kleiner Fehler passiert, der zum Tor geführt hat. Dafür hat er sonst ein, zwei Situationen fantastisch gehalten. Es lag nicht an ihm, alles gut.“ Wetzelsdorf nutzte den Moment: Pascal Schwungfeld stellte in Minute 30 auf 1:0, Gabriel Stecher legte in der 37. nach – zur Pause stand es 2:0, genau das Spiel, das Lanscha erwartet hatte. „Wetzelsdorf hat eigentlich genau das gespielt, was wir vermutet haben und trotzdem fanden wir kein Mittel dagegen.“

Umstellung bringt Abschlüsse, doch Wetzelsdorf bleibt kaltblütig

Nach dem Seitenwechsel suchte Wilfersdorf aktiv nach Antworten und änderte die Ausrichtung im Angriff. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir ausgewechselt und das System umgestellt. Da hat es viel besser ausgesehen, die Boxbesetzung war besser und wir hatten zwei, drei gute Abschlüsse. Der Tormann hält sensationell oder ein Bein ist noch dazwischen. Sonst wäre es vielleicht noch einmal spannend geworden.“ Der Anlauf nach vorne zeigte also Ansätze, doch das Grundproblem begleitete Wilfersdorf über weite Strecken. „Das Spiel nach vorne hat allgemein nicht funktioniert. Wir waren oft zu weit weg vom Gegenspieler, nicht kreativ genug und haben uns im Eins-gegen-eins nicht durchgesetzt. So kommen wir zu keinen Abschlüssen.“ Während die Gäste ihre besten Möglichkeiten nicht verwerten konnten, blieb Wetzelsdorf geduldig und lauerte auf die nächste Lücke.

Späte Treffer setzen den Schlusspunkt – faire Worte und klarer Auftrag

In der Schlussphase entschieden die Gastgeber das Match endgültig. Raphael Frantz erhöhte in der 80. Minute auf 3:0, in der Nachspielzeit schnürte Pascal Schwungfeld mit dem 4:0 (90+1) seinen Doppelpack. Damit festigt Wetzelsdorf seine starke Position im Spitzenfeld, während Wilfersdorf als aktueller Tabellen-Siebter bei 40 Punkten bleibt und den Blick nach vorne richten muss. Positiv fiel Lanschas Bewertung der Spielleitung aus: „Der Schiedsrichter war sehr gut, es war aber auch eine relativ faire Partie, es gab nicht viel zu diskutieren.“ Inhaltlich ist die Marschroute klar: Die besseren Ansätze aus der zweiten Hälfte sollen zur Basis werden, um wieder Torgefahr zu entwickeln. Denn die Liga ist eng, und im Schlussspurt braucht Wilfersdorf mehr Präsenz in der Box und mehr Mut im letzten Drittel – dann können enge Spiele wieder kippen.

2. Klasse Weinviertel: Wetzelsdorf : Wilfersdorf - 4:0 (2:0)

  • 91
    Pascal Schwungfeld 4:0
  • 80
    Raphael Frantz 3:0
  • 37
    Gabriel Stecher 2:0
  • 30
    Pascal Schwungfeld 1:0