In der 2. Klasse Weinviertel musste der ESV Rabensburg beim USV Sulz eine bittere 0:1-Niederlage hinnehmen. Nach einem torlosen, aber offenen ersten Durchgang fiel die Entscheidung denkbar spät: Mirza Muratovic traf in der 90. Minute per Freistoß. Aus Rabensburger Sicht passte das Resultat nicht zum Verlauf. Trainer Daniel Gehart sprach von vielen eigenen Chancen, fehlender Entschlossenheit im Abschluss – und einem Lucky Punch der Hausherren kurz vor dem Schlusspfiff.

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Die Partie in Sulz hatte von Beginn an Tempo und Zug zum Tor. Beide Seiten suchten den Weg nach vorne, Chancen gab es reichlich, zur Pause stand es dennoch 0:0. Aus Rabensburger Sicht war das kein Zufall, sondern die Folge der vielen ungenutzten Chancen in einem insgesamt wilden Spiel. „Wir haben eine sehr gute Leistung geboten. Es war von beiden Mannschaften sehr offensiv, es gab viele Torraumszenen“, sagte Daniel Gehart rückblickend. Sein Hauptpunkt: „Das Ergebnis wird dem Spielverlauf eigentlich nicht gerecht.“ Als alles schon nach einer Punkteteilung aussah, brachte ein Standard die Entscheidung – Mirza Muratovic verwandelte in der 90. Minute den Freistoß zum 1:0.
Rabensburgs Trainer nahm seine Elf nach dem späten Gegentreffer ausdrücklich in Schutz, ohne die Schwachstelle zu verschweigen. „Grundsätzlich muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Die Leistung war sehr ansprechend“, betonte Gehart. Doch im letzten Drittel fehlte der Punch: „Uns hat die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor komplett gefehlt. Die Entscheidungsfindung zum Tor hin war, vorsichtig formuliert, sehr ausbaufähig.“ Der Coach blieb bei seiner Linie, dass das nackte 0:1 nicht die Kräfteverhältnisse abbildet: „Es war ein sehr intensives Spiel mit viel Tempo. Es hätte mehr Tore geben können, sogar müssen.“ Sein Resümee zum Unterschied: „Am Ende lag er in dieser einen Szene. Sulz hatte den Lucky Punch.“
Woran Gehart den verpassten Punkt besonders festmachte, zeigte ein Beispiel aus der zweiten Hälfte. „Stellvertretend für unsere vergebenen Chancen: Wir hatten eine Vier-gegen-eins-Situation, die wir sehr schlecht ausgespielt haben. Am Ende war es Einwurf für den Gegner“, erklärte er deutlich. Beim entscheidenden Freistoß haderte der Rabensburg-Trainer zudem mit dem Vorlauf der Szene: „Der Freistoß war zu Recht. Aber davor gab es aus meiner Sicht noch eine strittige Szene. Aus dem Freistoß hat dieser Spieler dann das Tor erzielt.“ Gleichzeitig blieb Gehart sachlich in der Gesamtsicht auf das Gespann: „Der Schiedsrichter hatte ein relativ entspanntes Spiel.“
In der Tabelle steht Sulz mit 49 Punkten auf Rang drei, Rabensburg ist nach 25 Runden Achter (35 Punkte) – ein solides Mittelfeld. Fürs letzte Saisonspiel will Gehart vor allem eines sehen: denselben Einsatz wie in Sulz, aber mit mehr Konsequenz vor dem Tor. „Wir hatten zahlreiche Chancen und waren nicht in der Lage, ein Tor zu erzielen“, sagte er – ein Auftrag für das Finale.