Spielberichte

"Torhüter hat uns in den ersten 30 Minuten im Spiel gehalten" – Wilfersdorf verliert 1:2

SV Jedenspeigen
FC Wilfersdorf

In der 2. Klasse Weinviertel musste sich der FC Wilfersdorf am Freitag beim SV Jedenspeigen-Sierndorf mit 1:2 geschlagen geben. Trainer Roman Lanscha sprach danach von einer "verdienten Niederlage", obwohl seine Mannschaft nach schwachem Beginn ins Spiel fand und durch Angelo Kostic noch vor der Pause ausglich. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht beide Torhüter, der frühe Rückstand und am Ende ein Gegentor nach einem Standard.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

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Macho trifft sofort, Wilfersdorf übersteht die erste Welle

Der Abend begann für Wilfersdorf denkbar schlecht. Schon in der 1. Minute brachte Marek Macho die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und genau diese Anfangsphase war es, die Roman Lanscha nach dem Schlusspfiff besonders ärgerte. "Ohne unseren Torhüter hätte es in den ersten dreißig Minuten schon 3:0, wenn nicht sogar 4:0 stehen können", sagte der Trainer offen. Jedenspeigen sei da offensiv sehr stark gewesen, mit viel Tempo über die Seite und durch die Mitte. Wilfersdorf habe diese Qualität, "vielleicht auch wegen vieler Eigenfehler", zunächst nicht in den Griff bekommen. Dass die Gäste in dieser Phase überhaupt im Spiel blieben, lag für Lanscha einzig an einer "überragenden" Leistung seines Keepers.

Kostic gleicht aus, nach der Pause ist sogar mehr drin

Nach dieser klaren Druckphase kippte die Partie aus Sicht der Gäste aber nicht völlig weg. Lanscha hatte vielmehr das Gefühl, dass seine Mannschaft danach immer besser hineinfand und das Kommando übernahm. "Anschließend haben wir das Spiel übernommen und waren drückend überlegen", sagte er. Belohnt wurde das in der 32. Minute, als Angelo Kostic zum 1:1 traf. Mit diesem Ausgleich ging es auch in die Pause, und der Wilfersdorf-Coach sah seine Elf zu Beginn der zweiten Halbzeit sogar spielbestimmend. "Wir hätten uns da auch mit einem Tor oder zwei belohnen können", meinte Lanscha, verwies zugleich aber darauf, dass nun auch der gegnerische Torhüter mehrfach stark hielt.

Flaska trifft nach Standard, der späte Punkt bleibt aus

So blieb das Spiel offen, bis Jedenspeigen in der 59. Minute wieder zuschlug. Michal Flaska stellte auf 2:1, und für Lanscha war klar, dass dieses Tor aus einem Standard der Knackpunkt der zweiten Hälfte war. "Dann hat sich der Gegner aus einem Standard das 2:1 geschossen", fasste er die Szene nüchtern zusammen. Danach lief Wilfersdorf dem Rückstand nach, kam gegen die tief stehenden Gastgeber aber nicht mehr entscheidend durch. Lanscha sprach davon, dass seine Mannschaft "gegen die zwei Defensivketten nicht mehr wirklich durchgekommen" sei. Die große Gelegenheit auf den Ausgleich gab es dennoch noch: In der Schlussphase entschärfte der Jedenspeigen-Torhüter ein Eins-gegen-Eins und verhinderte damit den möglichen Punktgewinn für die Gäste.

Lanscha sieht Probleme im Aufbau und im Start

Entsprechend fiel auch die Analyse des Trainers aus. Lanscha nannte die Passsicherheit als einen der Hauptgründe dafür, dass Wilfersdorf trotz guter Phasen leer ausging. Dazu kam für ihn, dass seine Mannschaft "mental nicht ganz auf der Höhe" wirkte, was er auch mit zwei kurzfristigen Ausfällen in Verbindung brachte. Am meisten störte ihn aber der Start in die Partie. "Den Beginn des Matches müssen wir besser gestalten. Gerade weil wir vorige Woche in der ersten Minute ein Tor geschossen haben, dürfen wir diese Woche nicht in direkt eines bekommen, das macht was mit dir", sagte er. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er gar nicht aufmachen, dessen Leistung sei "in Ordnung" gewesen. Was er trotz der Niederlage mitnahm, war die Vorstellung seines Schlussmanns: "Das war eine 12 von 10." Viel größer kann ein Lob nach einem 1:2 kaum ausfallen.

2. Klasse Weinviertel: Jedenspeigen : Wilfersdorf - 2:1 (1:1)

  • 59
    Michal Flaska 2:1
  • 32
    Angelo Kostic 1:1
  • 1
    Marek Macho 1:0