In der 2. Klasse Weinviertel setzte sich SG Schrattenberg/Drasenhofen gegen USC Fallbach mit 4:1 durch. Das klare Ergebnis täuschte nach Ansicht von Trainer Helmut Janecek aber über weite Strecken hinweg über den tatsächlichen Spielverlauf. Seine Mannschaft lag zwar schon zur Pause 2:0 vorne und stellte kurz nach dem Wechsel auf 3:0, "hat aber meistens nur reagiert und nicht agiert", wie er offen einräumte.

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Janecek machte keinen Hehl daraus, dass die 2:0-Pausenführung aus seiner Sicht sehr schmeichelhaft war. "Fallbach war körperlich, auch spielerisch sehr stark. Sie haben uns ihr Spiel aufdiktiert und wir konnten immer nur reagieren", sagte der Trainer. Trotzdem ging die SG in der 30. Minute in Führung, als Christopher Okoko einen Lupfer über den Tormann zum 1:0 setzte. Kurz vor der Pause legte Lukas Nestler nach. Janecek schilderte die Szene als Weitschuss, bei dem niemand attackierte und der "genau gepasst hat ins Kreuzeck". So stand es trotz klarer Vorteile der Gäste zur Halbzeit 2:0, auch wenn die Gastgeber nach Aussage ihres Trainers noch zwei gute Möglichkeiten im letzten Drittel nicht fertig ausspielten.
Kurz nach Seitenwechsel half nach Einschätzung des Trainers ein Tormannfehler zum dritten Treffer, den Cenek Cenek in der 55. Minute zum 3:0 nutzte. "Da habe ich mir gedacht: Das ist jetzt die Partie für uns", sagte Janecek. Diese Sicherheit hielt aber nicht lange, weil Manuel Prokesch praktisch postwendend auf 1:3 verkürzte. Damit war die Ruhe wieder weg und die Begegnung wurde nach Einschätzung des Trainers zu einer offenen Sache, die hin und her ging. "So zwingende Torchancen hatten beide Mannschaften nicht", meinte Janecek, der also keine Phase sah, in der sein Team das Geschehen klar kontrollierte. Erst in der Nachspielzeit fiel die endgültige Entscheidung, als Marek Svetlik einen Konter zum 4:1 abschloss und damit "den Deckel drauf gemacht" hat.
Dass Schrattenberg/Drasenhofen trotzdem mit einem klaren Sieg vom Platz ging, erklärte Janecek vor allem mit den Grundtugenden seiner Mannschaft. "Vor allem an der Physis, am Kämpfen und am leidenschaftlichen Verteidigen des eigenen Tores", machte er die größten Stärken fest. Gleichzeitig beließ es der Trainer nicht beim Schulterklopfen. Er sprach offen an, wo seine Mannschaft trotz vier Treffern noch zulegen muss: "Die Balance finden zwischen Kämpfen und Spielen. Heute haben wir meistens nur reagiert und nicht agiert." Auch über Fallbach sprach er mit Respekt und bezeichnete den Gegner wie erwartet als offensiv stark. Beim Schiedsrichter sah Janecek eine "solide Leistung", auch wenn es vor der Pause einige Abseitsentscheidungen und damit strittige Situationen gegeben habe. Den Schwung aus dem Sieg will die SG nun ins Derby gegen Herrnbaumgarten mitnehmen, nach vier Runden steht sie mit sieben Punkten im Spitzenfeld.