In der 2. Klasse Weinviertel hat SC Dürnkrut gegen SCU Altlichtenwarth am Freitagabend deutlich mit 1:6 verloren. Zur Pause stand es bereits 0:2, danach legten die Gäste konsequent nach. Trainer Patrick Schachinger führte den klaren Auswärtssieg vor allem auf Laufbereitschaft, Aggressivität und mehr Leidenschaft zurück: Altlichtenwarth sei „von der ersten Sekunde an munter“ gewesen und habe sich diesmal endlich für den Aufwand belohnt.

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Schachinger schilderte eine vorsichtige Anfangsphase, in der beide Mannschaften erst einmal Sicherheit suchten. Dürnkrut hatte in den ersten Minuten zwar etwas mehr Ballbesitz, „aber keine Chance rausgespielt“, wie der Altlichtenwarther Trainer sagte. Seine Mannschaft habe ebenfalls zunächst nicht viel nach vorne zustande gebracht, dann aber begriffen, worauf der Abend hinauslaufen würde: „Wir haben verstanden, dass wir viel investieren müssen, viel laufen müssen und über den Kampf kommen können.“ Schon in der 8. Minute zahlte sich das aus, als Wolfgang Hager nach einem Standard das 0:1 machte. Für Schachinger war das mehr als nur eine frühe Führung. „Da ist bei uns ein bissl der Knoten geplatzt“, sagte er. Altlichtenwarth blieb dran, störte weiter früh und kam in der 35. Minute auch zum 0:2, als ein erzwungenes Eigentor von Lukas Rehak die Gäste mit einem klaren Polster in die Pause brachte.
Entscheidend war dann, dass Altlichtenwarth nach dem Seitenwechsel nicht nachließ. Statt das 0:2 nur zu verwalten, legten die Gäste sofort nach und erhöhten in der 51. Minute durch Adam Konecny auf 0:3. Elf Minuten später traf Konecny erneut und stellte auf 0:4, womit die Partie endgültig in eine klare Richtung ging. Manuel Müller sorgte in der 70. Minute für das 0:5, ehe Dürnkrut durch Edin Dilaver in der 78. Minute immerhin noch auf 1:5 verkürzte. Altlichtenwarth hatte aber auch darauf die passende Antwort und machte in der 85. Minute mit Konecnys drittem Treffer des Abends das halbe Dutzend voll. „Wir haben immer zu den richtigen Momenten die Tore gemacht“, sagte Schachinger, der gerade diese Konsequenz als einen wesentlichen Grund für den klaren Ausgang sah.
Der Trainer wollte den Sieg trotzdem nicht nur an den Toren festmachen. Für ihn lag der Unterschied schon viel früher im Spiel. „Wir waren von der ersten Sekunde an munter. Wir waren laufwillig, einsatzwillig, wir haben es wirklich gewollt“, sagte Schachinger. Nach Wochen, in denen sich der Aufwand seiner Mannschaft nicht ausbezahlt habe, sei diesmal genau das gelungen. Altlichtenwarth habe den Gegner früh gestört, früh unter Druck gesetzt und dadurch immer wieder Fehler provoziert. Schachinger sprach von „dem Prozent mehr Leidenschaft“ und „dem Prozent mehr Einsatz“, das sein Team auf den Platz gebracht habe. Dass das 1:6 vielleicht „um das eine oder andere Tor zu hoch“ ausgefallen sei, schob er nach, am verdienten Sieg ändere das für ihn aber nichts. „Im Großen und Ganzen geht der Sieg okay“, lautete seine klare Einordnung.
Bei aller Freude über den deutlichen Erfolg verteilte Schachinger auch Anerkennung an den Gegner. Dürnkrut habe „sicher gute Fußballer drinnen“, sagte er und verwies auf Tempo in der Offensive und Qualität im Abschluss. Gerade deshalb habe Altlichtenwarth gewusst, dass ein besonders intensiver Auftritt nötig sein würde. Umso wichtiger ist der klare Auswärtssieg für die nächsten Wochen, weil er den Gästen endlich den Ertrag für ihren Aufwand bringt. Zugleich blieb der Trainer in seiner Einschätzung sachlich: Das Spiel sei fair gewesen, und auch vom Schiedsrichter habe es „keine Fehlentscheidung“ gegeben, und auch für Dürnkrut würden mit dieser Qualität wieder Punkte kommen. Für Altlichtenwarth ist das 6:1 damit nicht nur ein auffälliges Ergebnis, sondern vor allem ein Abend, an dem Einstellung, Laufarbeit und Effizienz endlich zusammengepasst haben.