In der 2. Klasse Weinviertel setzte sich USV Sulz gegen SG Schrattenberg/Drasenhofen mit 3:2 durch. Für SG-Trainer Helmut Janecek lag der Knackpunkt vor allem im Strafstoß zum 2:1, außerdem fehlten seiner Mannschaft nach eigener Einschätzung "die Lösungen und die Effizienz vor dem Tor". Gerade nach der Pause sah er seine Elf dennoch über weite Strecken im Vorteil.

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Janecek erlebte zunächst ein Spiel, in dem beide Mannschaften auf unterschiedliche Weise nach vorne kommen wollten, ohne sich dabei früh klare Vorteile zu verschaffen. "Die Anfangsphase war ausgeglichen. Sulz versuchte es mit langen, hohen Bällen, wir eher spielerisch. Bei beiden Mannschaften war aber am Strafraum Schluss", sagte der Trainer. Nach rund zwanzig Minuten sei Sulz dann höher angelaufen und durch zwei Unachtsamkeiten der Gäste zu guten Möglichkeiten gekommen. Kurz vor der Pause ging die SG dennoch in Führung: In der 43. Minute fiel nach einer Hereingabe von rechts das 0:1, das im offiziellen Bericht als Eigentor geführt wird, dort aber Felix Pertl zugeordnet ist. Lange durfte sich die SG darüber nicht freuen, denn praktisch im Gegenzug verursachten die Gäste einen Strafstoß. Rona Bumba nutzte diese Gelegenheit zum 1:1, womit eine Halbzeit zu Ende ging, in der sich das Spiel aus Sicht der Gäste noch vor dem Pausenpfiff spürbar drehte.
Gerade der Beginn der zweiten Hälfte war aus Sicht der Gäste jene Phase, in der mehr möglich gewesen wäre. Janecek formulierte es klar: "Wir haben zu Beginn der zweiten Hälfte eigentlich die stärkere Mannschaft gestellt und sie bis zum Elfmeterpfiff kontrolliert." Die SG drängte Sulz laut Trainer weit zurück und war vorne präsent, schaffte es aber nicht, diese Phase in einen weiteren Treffer umzuwandeln. Stattdessen gab es in der 58. Minute erneut Elfmeter für die Hausherren, und wieder war es Bumba, der zum 2:1 verwertete. Für Janecek war genau dieser Moment spielentscheidend. "Der Elfmeter zum 2:1 war die entscheidende Szene. Die Situation war sehr hart, aber der Schiedsrichter hat ihn gegeben und wir mussten das hinnehmen", sagte er. Noch grundsätzlicher fiel seine Analyse für den weiteren Verlauf aus: "Uns haben die Lösungen und die Effizienz vor dem Tor gefehlt." Damit war aus seiner Sicht auch erklärt, warum eine eigentlich gute Phase seiner Mannschaft am Ende ohne Ertrag blieb.
Die Gäste blieben zwar am Drücker, doch genau dort zeigte sich das Problem, das ihr Trainer angesprochen hatte. Janecek beschrieb die Schlussphase nüchtern: "Unsere Schüsse, unsere Möglichkeiten, unsere Standards waren beim Tormann zu Ende oder gingen neben das Tor." Sulz verteidigte die Führung und legte in der 83. Minute nach, als laut Janecek ein schneller Konter zum 3:1 führte; im Spielbericht ist Leopold Wendy als Torschütze vermerkt. Erst in der Nachspielzeit kam die SG noch einmal heran, als Roman Körner auf 3:2 verkürzte. Mehr als dieser späte Anschlusstreffer sprang aber nicht mehr heraus. Trotz der Niederlage hielt Janecek fest, dass seine Mannschaft "nicht aufgesteckt" habe. Den Gegner beschrieb er als "gutes Kollektiv" mit "zwei guten Einzelspielern", dazu habe der Sulzer Tormann bei hohen Bällen stark mitgespielt. So stand die SG am Ende wieder ohne Punkte da, obwohl der Trainer in dieser Partie durchaus die Möglichkeit gesehen hatte, etwas mitzunehmen, während Sulz als Tabellenführer den nächsten Sieg anschreiben konnte.