In der 2. Klasse Weinviertel musste sich SG Ulrichskirchen am Freitagabend dem USC Fallbach mit 1:4 geschlagen geben. Nach einem 1:1 zur Pause war für die Gastgeber noch alles offen, am Ende sprach Trainer Roman Fankhauser aber von einem „lustlosen Spiel“ seiner Mannschaft. Vor allem der Auftritt nach dem Seitenwechsel und die vielen Fehler im Zentrum ließen den Coach deutlich werden.

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Für Ulrichskirchen begann der Abend mit einem frühen Dämpfer. Schon in der 2. Minute brachte Alexander Kober die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieser Start blieb für Fankhauser hängen. Er nannte das 0:1 später einen „extremen Knackpunkt“, weil seine Mannschaft damit sofort einem Rückstand hinterherlaufen musste. Trotzdem fing sich Ulrichskirchen im Laufe der ersten Hälfte wieder. James Miller erzielte in der 34. Minute den Ausgleich zum 1:1, und mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Aus Sicht des Trainers war das zu diesem Zeitpunkt noch eine Situation, aus der man mehr hätte machen können, weil das Spiel da noch keineswegs verloren war.
Gerade deshalb ärgerte Fankhauser der weitere Verlauf umso mehr. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen, ehe Anton Wild in der 63. Minute das 1:2 für Fallbach erzielte. Ulrichskirchen fand darauf keine passende Antwort mehr, stattdessen legten die Gäste nach. Marek Sehnal erhöhte in der 76. Minute auf 1:3, in der 90. Minute setzte Andreas Nekam mit dem 1:4 den Schlusspunkt. Fankhauser fasste diesen Ablauf treffend zusammen: „Du kommst zurück, schießt das 1:1, und dann kriegst du halt wieder einen. So wie die letzten Wochen.“ Genau dieses erneute Wegkippen der Partie war für ihn bezeichnend für den Auftritt seiner Mannschaft.
Der Trainer suchte die Gründe für die klare Niederlage nicht lange. Seine deutlichste Aussage kam dabei schon beim Blick auf die Grundhaltung seiner Mannschaft. „Wir sind aus der Kabine gekommen und haben geglaubt, wir hätten schon gewonnen, nur weil wir das Spiel davor gewonnen haben“, sagte Fankhauser. Dazu passte für ihn auch der Gesamteindruck eines „lustlosen Spiels“. Besonders im Zentrum machte er viele Probleme aus. „Es hat die Geschlossenheit gefehlt. Wir haben zu viele Fehler im Zentrum gemacht“, erklärte der Ulrichskirchen-Coach. Die Viererkette nahm er dagegen ausdrücklich aus der Schusslinie. „Der Viererkette kann ich heute nicht groß einen Vorwurf machen. Die haben sich zerrissen“, sagte Fankhauser, der die Hauptursache also klar vor allem im Verhalten davor sah.
Ganz ohne positive Punkte wollte Fankhauser den Abend dennoch nicht stehen lassen. Vor allem vor der Pause sah er in einzelnen Phasen brauchbare Dinge. „Unsere Angriffskombinationen haben vor allem in der ersten Hälfte eigentlich gar nicht so schlecht funktioniert“, sagte er. Auch in der Defensive habe seine Mannschaft ordentlich gearbeitet, solange sie sich an den Plan hielt: „Solange wir den Matchplan verfolgt haben, waren wir auch in der Verteidigung relativ stark. Das heißt auch in der ersten Hälfte.“ Danach aber, so seine klare Einschätzung, „sind wir wieder mal auseinandergefallen“. Damit wurde auch Fallbach stärker. „Weil wir in Wirklichkeit nicht auf Touren gekommen sind, ist der Gegner immer besser ins Spiel gekommen und hat dann auch verdient gewonnen“, meinte Fankhauser. Diskussionsstoff abseits des Sportlichen sah er keinen, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter war top.“ Für Ulrichskirchen bleibt damit vor allem die Aufgabe, wieder mehr Geschlossenheit und Konstanz in das eigene Spiel zu bekommen, damit ein zwischenzeitlicher Ausgleich künftig nicht nur Hoffnung bringt, sondern auch etwas Zählbares.