Spielberichte

Strengberg dreht nach verschlafener Startphase auf: Schöffmann-Doppelpack bringt Strengberg auf Kurs zum 4:2

FCU Strengberg
SV Opponitz

In der 2. Klasse Ybbstal feiert der FCU Strengberg gegen den SV Opponitz einen 4:2-Heimsieg – hart erarbeitet nach einer zähen Anfangsphase. Die Gäste gingen nach 38 Minuten in Front, ehe Julian Waser noch vor der Pause nach einem Eckball ausglich. Nach dem Wechsel drehte ein Doppelpack von Marcel Schöffmann die Partie, Joker Samuel Krammer legte nach. Opponitz verkürzte spät, mehr ließ Strengberg nicht zu. Trainer Christoph Schimpl lobte die Standards, kritisierte aber den schwachen Beginn und forderte mehr Konsequenz.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Schlechter Start, Ausgleich im richtigen Moment

Strengberg kam schwer in die Gänge, Opponitz war in den Zweikämpfen präsenter und hatte in der ersten halben Stunde mehr vom Spiel. Christoph Schimpl nahm seine Elf nach Abpfiff deutlich in die Pflicht: „Wir waren am Anfang sehr schlecht im Spiel. Opponitz war in den ersten 25, 30 Minuten die bessere Mannschaft und ist verdient in Führung gegangen. Wir hatten Glück, dass es da nicht schon 0:2 steht. Wir waren leider mit dem Kopf schon beim kommenden Wein- und Zeltfest.“ Folgerichtig fiel in Minute 38 das 0:1 durch Radovan Valentin. Genau im richtigen Moment kam die Antwort: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+1) stieg Julian Waser nach einem Eckball am höchsten und nickte zum 1:1 ein. „Kurz vor der Pause das 1:1 durch Julian nach einem Eckball – das war entscheidend für unseren weiteren Verlauf“, so Schimpl über den psychologisch wichtigen Ausgleich.

Nach der Pause zündet Strengberg – Schöffmann schnürt den Doppelpack

Aus der Kabine kam Strengberg wie verwandelt. „Nach der Pause sind wir endlich wach geworden. Wir waren anders im Spiel und wieder zweikampfstärker – das hat uns in Halbzeit eins völlig gefehlt“, erklärte Schimpl. In der 54. Minute belohnte sich seine Mannschaft: Marcel Schöffmann traf zum 2:1 und drehte die Partie. Strengberg blieb am Drücker, ließ hinten wenig zu und legte in der 75. Minute nach – erneut war Schöffmann zur Stelle, 3:1. „Nach 55, 60 Minuten haben wir das Spiel kontrolliert. Ich denke, die Kräfte beim Gegner sind geschwunden“, meinte der Trainer. Den Deckel machte in Minute 83 Samuel Krammer drauf, der nach seiner Einwechslung zum 4:1 einnetzte. Schimpl hob den Joker extra hervor: „Der Tausch hat sich bezahlt gemacht. Samuel hat wieder eine Talentprobe abgelegt.“ Insgesamt blieb aber Selbstkritik: „Die Verwertung der Standards war ausgezeichnet, aber aus dem Spiel haben wir viel vermissen lassen. Da müssen wir uns steigern.“

Hart geführt, viel laufen gelassen – späte Ergebniskosmetik und klarer Auftrag

Die Partie war intensiv und robust, beide Teams schenkten sich wenig. „Es war eine hart geführte Partie. Der Schiedsrichter hat im Großen und Ganzen keine Fehler gemacht, aber er hat sehr viel laufen lassen. Da hätte man früher Gelb zeigen können, um die Härte besser in den Griff zu bekommen“, ordnete Schimpl ein – ohne Nachtreten, aber klar in der Sache. Opponitz durfte in der Schlussminute noch einmal jubeln: Harald Rössler verkürzte zum 4:2, am Strengberger Heimsieg änderte das nichts. In der Tabelle bleibt Opponitz weiter ohne Zähler, Strengberg sammelt wichtige Punkte und steht auf Rang zwölf. Für die kommenden Wochen gab der Coach die Marschroute vor: „Wir müssen in Zukunft anders auftreten. Wir waren zu unkonzentriert und nicht in den Zweikämpfen. Das war nicht in Ordnung – da erwarte ich mir ein anderes Gesicht.“

2. Klasse Ybbstal: Strengberg : Opponitz - 4:2 (1:1)

  • 90
    Harald Rössler 4:2
  • 83
    Samuel Krammer 4:1
  • 75
    Marcel Schöffmann 3:1
  • 54
    Marcel Schöffmann 2:1
  • 46
    Julian Waser 1:1
  • 38
    Radovan Valentin 0:1