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Ertl dreht nach der Pause auf: Steinparzer ebnet 5:1 gegen Gaflenz

FC Ertl
SV Gaflenz

In der 2. Klasse Ybbstal feierte FCU Mayr-Bau Ertl am Freitag einen 5:1-Heimsieg gegen SV Gaflenz. Nach zäher erster Halbzeit (1:1) legte Ertl nach der Pause deutlich zu und entschied die Partie mit einem starken Finish. Trainer Florian Zellhofer sah den Wendepunkt unmittelbar nach Wiederanpfiff und lobte die Reaktion seines Teams. Doppelpacker Rene Steinparzer ebnete den Weg, ehe Daniel Turyna, Dominik Hinterbichler und Stefan Schachner in der Schlussphase nachlegten. Zuvor hatte Gaflenz lange tief verteidigt und über Konter Nadelstiche gesetzt.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Zäher Start, wichtiges 1:1 kurz vor der Pause

Ertl brauchte, so schilderte es Trainer Florian Zellhofer, einige Minuten, um ins Spiel zu finden. „Wir hatten Probleme, am Anfang ins Spiel zu kommen“, meinte er offen. Gaflenz stand kompakt, lauerte auf Umschaltmomente und blieb damit gefährlich. „Gaflenz hat sehr tief verteidigt und war über Konter immer wieder gefährlich“, sagte Zellhofer. In Minute 28 brachte Josef Dusek Gaflenz in Führung. Der Ausgleich kurz vor der Pause tat den Hausherren sichtbar gut: In der 41. Minute stellte Rene Steinparzer auf 1:1. Zellhofer gefiel vor allem die Entstehung: „Das 1:1 war super herausgespielt: langer Ball, perfekte Mitnahme und dann Stanglpass.“ Und beinahe wäre noch mehr gegangen: „Wir hatten vor der Halbzeit die Riesenchance aufs 2:1 – leider nicht gemacht.“ Mit dem 1:1 zur Pause war für Ertl noch alles offen, aber der Gameplan musste nachgeschärft werden.

Nach Wiederanpfiff kippt die Partie – Steinparzer schnürt den Doppelpack

Aus der Kabine kam Ertl mit einer ganz anderen Energie. „Der Beginn der zweiten Halbzeit war der Wendepunkt. Wir haben wieder als Team die Energie am Platz gehabt und besser Fußball gespielt“, erklärte Zellhofer. Das wirkte sich schnell aus: In der 61. Minute traf erneut Rene Steinparzer – der Doppelpack drehte das Spiel zum 2:1. „Wir sind verdient in Führung gegangen“, so der Coach, der die Entstehung ähnlich wie beim Ausgleich sah: „Auch da war’s wieder ein Stanglpass.“ Ganz ohne Zittern ging es nicht, wie Zellhofer einräumte: „Wir hatten dann ein bisschen Glück, dass wir nicht das 2:2 bekommen.“ Doch in der Schlussphase legte Ertl eiskalt nach. Daniel Turyna erhöhte in der 85. Minute auf 3:1, nur eine Minute später traf Dominik Hinterbichler zum 4:1, und in der Nachspielzeit stellte Stefan Schachner mit dem 5:1 den deutlichen Endstand her. „In der zweiten Halbzeit war es einfach wieder besserer Fußball und wir haben das Tempo wieder auf den Platz gebracht“, fasste Zellhofer zusammen.

Zellhofer über Energie, Gaflenz-Taktik und ein faires Spiel – Einordnung und Ausblick

In seiner Analyse hob Zellhofer sowohl das veränderte Auftreten seiner Elf als auch den Plan des Gegners hervor. „Der Gegner war sehr defensiv eingestellt, wollte uns auskontern. Das ist ihnen ein paar Mal gelungen, sie haben gute Stürmer“, sagte er respektvoll. Gleichzeitig blieb er bei seiner Bewertung des Endergebnisses: „Im Endeffekt geht das Ergebnis durch die vielen Chancen in Ordnung.“ Diskussionen rund um den Unparteiischen gab es keine. „Der Schiedsrichter hat das ganz gut gemacht. In der zweiten Halbzeit war es eine faire Partie“, so der Trainer.

Durch den klaren Sieg untermauert Ertl seine Spitzenposition in der Liga und verschafft sich weiteres Selbstvertrauen für die letzten Runden. Entscheidend für die kommenden Aufgaben soll genau jene Haltung sein, die am Freitag nach der Pause den Ausschlag gab. Oder, wie Zellhofer es formulierte: „Die Leidenschaft, der Einsatz, die Energie – das brauchen wir jetzt jede Woche.“

2. Klasse Ybbstal: Ertl : SV Gaflenz - 5:1 (1:1)

  • 94
    Stefan Schachner 5:1
  • 86
    Dominik Hinterbichler 4:1
  • 85
    Daniel Turyna 3:1
  • 61
    Rene Steinparzer 2:1
  • 41
    Rene Steinparzer 1:1
  • 28
    Josef Dusek 0:1