In der 2. Klasse Ybbstal holte sich der ASKÖ Lunz/See beim FC Hollenstein einen 2:1-Auswärtssieg nach 0:1-Pause. Hollenstein ging durch Stefan Conka früh voran, nach dem Seitenwechsel glich Philipp Wentner aus. In der Nachspielzeit besorgte Raphael Wutzl den Lucky Punch. Trainer Markus Sonnleitner sprach von viel Herz, großer Leidenschaft und einer starken zweiten Hälfte, in der seine Elf „viel Druck gemacht und hinten wenig zugelassen“ habe – und sich am Ende für diesen Aufwand spät belohnte.

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Beide Teams starteten engagiert, doch der erste Stich saß bei den Gastgebern. Nach einem Konter lag Lunz/See schon in Minute 18 hinten, Torschütze: Stefan Conka. „Wir sind gut reingekommen, aber ein Konter hat uns das 0:1 beschert“, schilderte Markus Sonnleitner den Knackpunkt der ersten Halbzeit. Zur Pause stand es 1:0 für Hollenstein, doch der Plan der Gäste war klar. „In der Kabine war ausgemacht: Wir gehen mit Herz, Leidenschaft und Willen raus und drehen das Spiel.“ Genau so legte Lunz/See nach Wiederbeginn zu, suchte die Zweikämpfe, blieb geduldig und arbeitete konsequent auf den Ausgleich hin, ohne dabei die Absicherung zu vernachlässigen.
Der Lohn für den höheren Aufwand kam nach 56 Minuten: Philipp Wentner stellte auf 1:1 und gab seiner Mannschaft das Momentum zurück. „Der Ausgleich war der wichtigste Moment“, betonte Sonnleitner. „Danach haben wir wenig zugelassen und richtig Druck gemacht. Lange wollte der Ball aber nicht ins Netz.“ Hollenstein hielt weiter gut dagegen, doch die Gäste blieben am Drücker – bis zur Nachspielzeit. In Minute 90+1 schloss Raphael Wutzl den letzten, sauber vorgetragenen Angriff ab. „Der Treffer war von hinten gut rausgespielt, dann ein Querpass in den Rückraum, und Raphael Wutzl hat sauber abgeschlossen.“ Der späte Treffer krönte die Steigerung nach der Pause und kippte das enge Match endgültig.
Für Sonnleitner lag der Schlüssel weniger in einem Trick als in der Haltung. „Besonders gut war heute unser eiserner Wille. Der Kampfgeist hat das Spiel entschieden – wir wollten den Sieg unbedingt“, sagte der Coach. Zugleich zollte er dem Gegner Respekt: „Hollenstein war sehr kämpferisch, hat gut mitgespielt. Es war eine offene Partie, es hätte in der Schlussphase auch anders ausgehen können. Am Ende war das Glück auf unserer Seite.“ Ein Wort gab es auch zum Referee: „Der Schiedsrichter war unauffällig und hat die Partie sehr gut geführt.“ Mit nun 31 Punkten rangiert Lunz/See im Tabellenmittelfeld (Platz 8), Hollenstein hält bei 15 Zählern. Der Blick geht nach vorne: „Die Stimmung ist wahnsinnig gut. Nächste Woche zu Hause gegen Gresten wird’s wieder ein heißes Derby. Wir sind bereit für den Fight, wollen unseren Heimplatz verteidigen und die drei Punkte holen. Ich bin wahnsinnig stolz auf die Jungs.“