In der 2. Klasse Ybbstal lieferte sich der FC Sonntagberg mit dem SV Raika Scheibbs ein hart umkämpftes 1:1. Bei großer Hitze waren eine Standardsituation der Gäste und die schnelle Antwort der Hausherren die prägenden Momente. Sonntagberg überzeugte vor allem gegen den Ball und verdiente sich mit enormer Laufarbeit und klugem Umschalten den Punkt. Trainer Andreas Knoll sprach von „neunzig Minuten hoher Intensität“ – und einem Remis, das beide Seiten unterschreiben konnten.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Partie nahm rasch Fahrt auf. Scheibbs schlug in Minute 20 aus einer ruhenden Situation zu: Nach einer Freistoßflanke köpfte Thomas Ekker ins kurze Eck zur 0:1-Führung ein. „Das Tor fiel nach einer Freistoßflanke, da kannst du nicht viel machen“, ordnete Sonntagberg-Trainer Andreas Knoll ein. Die Reaktion der Heimelf ließ nicht lange auf sich warten. Nur fünf Minuten später stand Florian Eder goldrichtig und stellte auf 1:1, nachdem der Torhüter einen hohen Ball nicht festhalten konnte. Es blieb zur Pause beim 1:1, und auch danach war das Spiel offen, intensiv und körperlich fordernd – ohne dass noch ein Treffer fiel.
Was Sonntagberg an diesem Nachmittag auszeichnete, fasste Knoll klar zusammen: „Gegen den Ball hat heute wirklich alles funktioniert. Wir waren bei hohen Bällen stark, bei diagonalen Bällen stark, im Mittelfeld präsent.“ Die Heimelf nahm die vielen Zweikämpfe an, schob konsequent nach und hatte immer wieder Umschaltmomente. Genau dort sah der Trainer den kleinen Haken: „Bei den Umschaltmomenten hätten wir uneigennütziger sein müssen. Dann wären wir dem 2:1 nahe gewesen.“ Angesichts der Temperaturen und des Gegners – der Tabellenzweite – war die Leistung dennoch ein starkes Ausrufezeichen. „Es waren neunzig Minuten mit hoher Intensität, viele Zweikämpfe, viele Umschaltmomente. Beide Mannschaften hatten ihre Anteile – es war ein verdientes 1:1“, so Knoll.
Knoll nahm sich Zeit, auch den Gegner zu würdigen. „Scheibbs war im 4-2-3-1 richtig, richtig gut. Vor allem Bulko und Petras sind sehr gute Spieler. Mit dem Ball ging viel über Lasselsberger und Mühlbacher, ihre Diagonalbälle waren überragend.“ Dass der Favorit scheiterte, lag für ihn nicht an fehlendem Willen: „Es war ein offener Schlagabtausch – Wille gegen Wille, Einsatz gegen Einsatz.“ Kritisch sah der Coach die Spielleitung: „Die Schiedsrichterleistung war nicht gut, auf beiden Seiten. Der Schiedsrichter war dem Spiel leider nicht gerecht.“ Den eigenen Spielern sprach er ein Extralob aus: „Bei dieser Hitze war das eine hervorragende Leistung. Alle, die reingekommen sind, haben den Kampf von der ersten Minute an angenommen.
“Zum Schluss schickte er noch einen fairen Wunsch Richtung Scheibbs: „Ich wünsche ihnen viel Erfolg für die letzten Spiele, damit sie den Meistertitel holen können.“ Mit dem Punkt gegen den Tabellenzweiten und einer kompakten Vorstellung hat Sonntagberg eine starke Visitenkarte abgegeben – und eine Basis, auf der sich in den nächsten Runden aufbauen lässt.