In der 2. Klasse Ybbstal feierte Union SAR Neuhofen Fußball einen klaren 7:0-Heimsieg gegen FC Hollenstein. Neuhofen legte früh vor, führte bereits zur Pause 4:0 und ließ auch nach dem Seitenwechsel nicht locker. Co-Trainer Christian Lesiak brachte es nach Schlusspfiff knapp auf den Punkt: „Wir waren 90 Minuten überlegen.“ Er hob die Kompaktheit und das gemeinsame Arbeiten seiner Mannschaft hervor, sah trotz des Resultats aber noch Luft nach oben bei der Chancenverwertung.
Neuhofen erwischte den perfekten Start: Bereits in Minute 2 traf Vitalij Ivanovics Maruska zum 1:0. Das Heimteam blieb am Drücker, ließ hinten wenig zu und legte weiter nach. In der 14. Minute erhöhte Matthias-Georg Bauernberger auf 2:0, noch vor der Pause schnürte Bauernberger mit dem 3:0 (37.) seinen Doppelpack, ehe Oliver Kössl kurz darauf zum 4:0 (41.) stellte. „Wir waren 90 Minuten überlegen“, sagte Co-Trainer Christian Lesiak, der in den ersten 45 Minuten genau das gesehen hatte: eine Mannschaft, die mehr vom Spiel hatte, die Zweikämpfe annahm und sich mit Toren belohnte. Nach dem Seitenwechsel blieb Neuhofen aktiv und nutzte die Räume. Michael Wiry traf in der 66. Minute zum 5:0, Maruska legte nur zwei Minuten später das 6:0 (68.) nach, ehe Matthias Mühlbachler in der 78. Minute den 7:0-Endstand fixierte.
Im Gespräch nach dem Spiel machte Lesiak deutlich, warum sein Team so souverän auftrat. „Unsere Kompaktheit und das gemeinsame Arbeiten waren heute der Schlüssel“, erklärte der Co-Trainer. Auch die Intensität passte für ihn: „Wir waren in den Zweikämpfen da.“ Auf die Frage, wann die Partie in ihre Richtung kippte, sagte er: „Nach zehn Minuten war mir klar, dass es in unsere Richtung geht. Spätestens nach unseren drei Toren war die Sache entschieden.“ Den Gegner wollte er nicht kleinreden: „Hollenstein ist eine junge Mannschaft mit ein paar Erfahrenen.“ Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht nicht: „Keine strittigen Szenen.“ Genau diese Mischung aus Stabilität, einfachem Spiel nach vorne und konsequentem Arbeiten gegen den Ball trug durch die gesamten 90 Minuten – von der frühen Führung bis zum Schlusspfiff.
Trotz sieben Treffern blieb Lesiak bei seiner Mannschaftskritik bodenständig. „Trotz des Ergebnisses müssen wir an der Chancenverwertung arbeiten“, stellte er klar. Der Satz passt zum Gesamtbild des Abends: Neuhofen hatte über weite Strecken Kontrolle, spielte zielstrebig und nutzte viele, aber eben nicht jede Möglichkeit. Dass sich gleich mehrere Spieler in die Schützenliste eintrugen – Maruska doppelt, Bauernberger doppelt sowie Kössl, Wiry und Mühlbachler – unterstreicht die Breite im Kader. In der Tabelle liegen die Neuhofner nach 23 Runden mit 37 Punkten im gesicherten Mittelfeld auf Rang sieben, während Hollenstein mit 15 Zählern auf Platz 13 steht. Für Neuhofen ist der klare Heimsieg ein Zeichen, dass Form und Abläufe stimmen.