Deutliches Ausrufezeichen in der 2. Klasse Ybbstal: Der SV Gaflenz gewann beim ASV heiserTEC Kienberg/Gaming klar mit 7:1 (0:2). Nach ausgeglichenem Beginn kippte die Partie durch einen frühen Doppelpack von Josef Dusek, nach der Pause legten die Gäste konsequent nach. Für Kienberg traf nur Peter Kovacs, bei Gaflenz verteilten sich die Tore auf Dusek, Imre Biro und Tomas Motycka.

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Es begann so, wie man es in Kienberg/Gaming erwartet: mit vielen Zweikämpfen und einem offenen Schlagabtausch. Auch Josef Bichlbauer sah das so und sagte: „Der Beginn war ausgeglichen. Kienberg hat guten Fußball gezeigt, aber den Unterschied machte dann Josef Dusek mit zwei entscheidenden Treffern in der ersten Halbzeit. Danach ist das Momentum Richtung Gaflenz gekippt.“ Dusek traf in der 17. Minute zum 0:1 und legte in Minute 26 das 0:2 nach, damit war zur Pause ein klares Zeichen gesetzt.
Gleich nach dem Seitenwechsel machten die Gäste weiter. Imre Biro erhöhte in der 50. Minute auf 0:3, ehe Dusek in der 55. seinen Dreierpack fixierte und zum 0:4 traf. Als Tomas Motycka in der 65. Minute das 0:5 nachlegte, war die Entscheidung praktisch gefallen. Kienberg meldete sich spät durch Peter Kovacs mit dem 1:5 in der 82. Minute zurück, doch Gaflenz hatte die passende Antwort: Biro traf in der 88. zum 1:6, Motycka setzte in der Nachspielzeit (90.+1) den Schlusspunkt zum 1:7.
Bichlbauer führte den Auswärtssieg weniger auf Einzelaktionen als auf die Arbeit der gesamten Mannschaft zurück. „Wichtig war die Konsequenz in der Verteidigung. Wir haben ganz wenig zugelassen, und unser Mittelfeld hat sehr ambitioniert gearbeitet“, betonte der Trainer. In diese Richtung ging auch seine zweite Einordnung: „Die Defensive war annähernd fehlerlos und die Offensive hatte wieder Freude am Spiel und hat sehr schöne Tore erzielt.“ Der Respekt vor dem Gegner blieb trotzdem. „Zu Beginn konnte Kienberg/Gaming gut mithalten und war ein ebenbürtiger Gegner, aber über die neunzig Minuten ging es sich dann nicht aus“, sagte Bichlbauer. Diese Lesart passt auch zum Verlauf mit dem frühen Doppelschlag und dem schnellen 0:3 kurz nach der Pause, als Gaflenz das Spiel endgültig kontrollierte und hinten wenig zuließ. Dass der einzige Gegentreffer erst spät fiel, unterstreicht die Beharrlichkeit, mit der die Gäste ihren Matchplan durchzogen.
Besonders deutlich wurden die Emotionen nach dem Abpfiff. „Wir haben uns heute den Frust von der Seele geschossen. Es war eine sehr harte Zeit in den letzten Wochen, und ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass sie das Momentum wieder drehen konnte und wir wieder schönen Fußball spielen“, erklärte Bichlbauer. Der Abend tat auch der Tabelle gut, auch wenn Gaflenz ohnehin stabil unterwegs ist: In der 2. Klasse Ybbstal hält der Klub nach 25 Spielen bei 40 Punkten und rangiert auf Platz fünf, Kienberg/Gaming liegt mit 23 Zählern auf Rang elf.