Spielberichte

„Im Offensivspiel war heute der Wurm drin“ – Gresten-Reinsberg bringt seine Stärke nicht auf den Platz

St. Peter/Au II
Gresten-Reinsberg

In der 2. Klasse Ybbstal musste sich der SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg bei St. Peter/Au II mit 0:3 geschlagen geben. Trainer Philipp Schager sprach danach von einem verdienten Sieg der Gastgeber, weil seine Mannschaft das eigene Offensivspiel diesmal nie richtig auf den Platz brachte. Vor allem nach der Pause fehlten den Gästen laut Schager Zielstrebigkeit, Tiefe und der letzte Pass.

Tormann beim Abstoß

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Eine offene erste Hälfte kippt kurz vor der Pause

Philipp Schager musste nicht lange überlegen, wie er die ersten 45 Minuten einordnet. „Die erste Halbzeit war noch sehr offen. Wir konnten die Partie sehr gut offen gestalten“, sagte der Trainer der Gäste. Tatsächlich beschrieb er ein Spiel, das sich zunächst vor allem im Mittelfeld abspielte und in dem auf beiden Seiten wenig klare Chancen zustande kamen, weil der letzte Pass oft nicht ankam. Die beste Möglichkeit für Gresten-Reinsberg sah Schager nach gut zwanzig Minuten, als Jakob Wieser auf der rechten Seite auf die Reise geschickt wurde, dessen Abschluss der Tormann von St. Peter aber parierte. Auf der anderen Seite blieb auch St. Peter mit Halbchancen präsent und drang immer wieder in den Strafraum ein. Noch konnte Gresten-Reinsberg diese Situationen wegverteidigen, ehe Fabian Hirtenlehner in der 42. Minute nach einer Kontersituation zum 1:0 traf und die Gastgeber mit einer Führung in die Pause schickte.

Nach dem Seitenwechsel fehlt der letzte Pass

Gerade dieses Gegentor kurz vor der Pause hob Schager heraus, ohne dass er die Niederlage an einer einzigen Szene festmachen wollte. „Wenn man kurz vor der Halbzeit das 1:0 bekommt, ist das natürlich ein sehr schlechter Zeitpunkt“, sagte er. Viel schwerer wog für ihn aber, dass seine Mannschaft danach nie zu dem Spiel fand, das sie zuletzt ausgezeichnet hatte. Gresten-Reinsberg versuchte zwar immer wieder, Pässe in die Spitze zu spielen, doch im letzten Angriffsdrittel fehlten Zielstrebigkeit, Präzision und Tiefe. „Unsere Offensivmaschinerie konnte heute nicht so durchstarten, wie wir uns das vorgenommen haben“, erklärte Schager. Dazu kamen laut dem Trainer zu viele Fehlpässe, vor allem nach dem Seitenwechsel, weshalb die Gäste ihre erhofften Torchancen kaum mehr sauber herausspielen konnten. „Die Durchschlagskraft in der Offensive hat uns heute leider gefehlt“, lautete sein klares Fazit.

St. Peter bleibt im Konterspiel gefährlich und macht spät alles klar

St. Peter musste dafür nach Schagers Einschätzung nicht einmal allzu viel zulassen, um die Partie am Ende sicher nach Hause zu bringen. Die Gastgeber warteten geduldig ab, blieben mit Kontern und Pässen in die Tiefe gefährlich und machten den Gästen damit immer wieder Arbeit. „Im Offensivspiel war heute der Wurm drin“, sagte Schager, der auch anerkannte, dass die junge, dynamische und technisch starke Mannschaft von St. Peter genau das auf den Platz brachte, womit man im Vorfeld gerechnet hatte. In der Schlussphase machte sich das auch am Ergebnis deutlich bemerkbar. Ben Staufer erhöhte in der 84. Minute auf 2:0, Tobias Hochwallner legte in der 88. Minute das 3:0 nach, beide Treffer fielen laut Schagers Analyse wieder nach Kontersituationen. „Über 90 Minuten geht der Sieg von St. Peter absolut in Ordnung“, sagte der Trainer, der trotz der klaren Niederlage den Blick sofort wieder nach vorne richtete: „Kopf hoch, weitermachen, weiterarbeiten. Heute war einfach nicht unser bester Tag.“

2. Klasse Ybbstal: St. Peter/Au II : SC Gresten - 3:0 (1:0)

  • 88
    Tobias Hochwallner 3:0
  • 84
    Ben Staufer 2:0
  • 42
    Fabian Hirtenlehner 1:0