Spielberichte

FC PVT Neudorf, Trainer, Jürgen Fangmeyer: "Wir sind selbst schuld" – zwei Eigentore besiegeln das 0:2 gegen Bisamberg

FC Neudorf
1. FC Bisamberg

In der 2. Landesliga Ost traf der FC PVT Neudorf auf den 1. FC Bisamberg. Direkt nach dem Abpfiff zeichnete Jürgen Fangmeyer ein offenes Stimmungsbild: kämpferisch, selbstkritisch und ohne Ausreden. Neudorf sah sich lange mit mehr Kontrolle und den klareren Möglichkeiten, ehe zwei Eigentore – von Christoph Kimmel (12.) und Devin Schön (53.) – den Abend bitter färbten. Spielstand nach 95 Minuten 0:2. Der Trainer sprach von einem Sechs-Punkte-Spiel mit hoher Nervosität, nahm sein Team in die Pflicht und hob zugleich die große Unterstützung am heimischen Platz hervor – bei schwierigen Bodenverhältnissen und spürbarem Druck im Kampf um Abstand zu den Abstiegsplätzen.

Mehrere Fußbälle auf Rasen

Foto: Pixabay

Kampf auf dem Rasen, Kontrolle im Gefühl

Fangmeyers Eindruck: Viele harte Duelle, weil Neudorf den Ball und das Geschehen häufiger in den eigenen Reihen hatte. Gleich zu Beginn verhinderte ein Stangentreffer die Führung; der Coach listete mehrere Hochkaräter auf – vom frühen Abschluss von Zdenek Sturma über eine Kopfballchance von Lukas Bergauer bis zu einem weiteren Versuch aus vielversprechender Position. Seine Bilanz fasste er pointiert zusammen: "Und Bisamberg eigentlich keine, keine Torchance im gesamten Spiel, würde ich sagen." Standards brachten zusätzlich Gefahr: "Wir haben genauso eine Standardsituation, eine großartige Chance gehabt in der zweiten Hälfte durch einen Eckball von der rechten Seite von Robin Marsik, der an die Latte gegangen ist. Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir hier ein Tor erzielen können." In der Schlußphase leitete noch der junge, eingewechselte Jonas Schuster zwei tolle Möglichkeiten ein: Einmal vergab Sturma und einmal wurde Oberrenzer geblockt.

Zwei Eigentore als bittere Klammer

Die Neudorfer Erzählung dieses Abends dreht sich um zwei unglückliche Aktionen im eigenen Strafraum – in Minute 12 unterlief Christoph Kimmel das 0:1 per Eigentor, in Minute 53 traf Devin Schön unglücklich zum 0:2 ins eigene Netz. Fangmeyer sah den Schiedsrichter ohne großen Einfluss und richtete den Blick nach innen. Sein Tenor bleibt eindeutig: Verantwortung übernehmen, Fehler aufarbeiten, Ruhe bewahren. Auch zur Härte im Duell blieb er nüchtern: Eine frühere Ahndung mancher Zweikämpfe hätte womöglich geholfen, entscheidend waren jedoch die eigenen Aussetzer, die schlussendlich das 0:2 besiegelten.

Druck, Unterstützung und der Blick nach vorn

Weil beide Teams dringend Punkte brauchten, lag über 90 Minuten spürbare Spannung in der Luft. Fangmeyer ordnete die Partie so ein: "Das Spiel war über den gesamten Verlauf von Spannung geprägt, es war ein Sechs-Punkte-Spiel für beide Mannschaften. Auf der einen Seite musste Bisamberg gewinnen, um von hinten wegzukommen. Wir mussten oder sollten gewinnen, um uns den Abstand zu den Abstiegsplätzen vielleicht ein bisschen zu vergrößern." Trotz nervöser Phasen und nicht optimaler Platzverhältnisse blieb die Unterstützung des Publikums groß. Für die kommenden Wochen setzt der Trainer auf Geschlossenheit: "Es geht nur gemeinsam als Mannschaft. Wir werden zu 100 Prozent versuchen, wieder aufzustehen und gegen die nächsten schweren Gegner Punkte zu holen."

2. Landesliga Ost: FC Neudorf : Bisamberg - 0:2 (0:1)

  • 53
    Eigentor durch Devin Schön 0:2
  • 12
    Eigentor durch Christoph Kimmel 0:1