Ein intensiver Nachmittag in der 2. Landesliga Ost: Für TSU NeuMed Obergänserndorf brachte das Heimduell gegen ASV Vösendorf vor allem Tempo, viele direkte Bälle und ständige Wechsel der Spielrichtung. Trainer Ing. Christian Weigl betonte, seine Mannschaft sei die bessere gewesen und habe mehr Chancen verzeichnet. Zugleich beschrieb er ein offenes Spiel mit langen Bällen auf beiden Seiten, das permanent auf und ab ging. Prägend aus seiner Sicht: schnelles Umschalten über die Flügel, klare Wege über außen und ein sehenswert herausgespieltes Führungstor durch Idris Erbay (14.), das die Idee auf dem Platz greifbar machte. Im Vordergrund standen für ihn die Präsenz einzelner Akteure sowie der starke Rückhalt von den Rängen. In seiner Bewertung rückten Leistung, Plan und aktuelle Gemengelage vor das nackte Ergebnis.

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Weigl hielt die Marschroute schlicht und präzise: "Unser Plan war, dass wir schnell umschalten und über die Seiten kommen, und das hat gut funktioniert." Den Charakter der Partie ordnete er als dynamisch und direkt ein: "Die Spielanlage war sehr ähnlich. Beide Mannschaften haben mit langen Bällen gespielt, und dadurch ist es eigentlich die ganze Zeit auf und ab gegangen." Besonders eindrücklich geriet der Führungstreffer von Idris Erbay (14.), den der Trainer als Musterbeispiel für Tempo und Konsequenz beschrieb: "Ja, das 1:0 war wunderschön herausgespielt: den Ball erobert, in die Tiefe durchgesteckt, Flanke von links in den Rückraum zurückgespielt und dort direkt abgeschlossen. Ein wunderschönes Tor." Nach der Pause trafen Marcel Prosic (52.) zum 1:1, Alessandro Wagner (56.) zum 2:1 und Patrick Mijatovic (81.) zum 2:2.
Als prägende Figur hob Weigl Idris Erbay hervor, der das 1:0 (14.) erzielte und für Obergänserndorf sinnbildlich stand: geradliniges Umschalten, zielstrebige Läufe über außen und Energie in beide Richtungen. Auf die Frage, was ihn besonders stark gemacht habe, blieb der Trainer eindeutig: "Sowohl das Tor als auch seine Präsenz am Platz und sein Einsatz." Im Lager der Hausherren galt Erbay als Mann des Spiels – Ausdruck eines Auftritts, der das Selbstverständnis der Mannschaft unterstrich: Mut in die Tiefe, Bereitschaft für zweite Bälle und die Entschlossenheit, Chancen zu kreieren.
Die Leistung ordnete Weigl auch vor dem Hintergrund eines schmalen Kaders ein: "Ja, also wir haben zwei Langzeitverletzte. Der eine mit einem gebrochenen Zeh, der andere mit einer Bänderverletzung im Sprunggelenk. Das wären eigentlich zwei Stammspieler. Das tut uns natürlich schon weh, weil unser Kader ja nicht so groß ist." Zur Bewertung des Gegners aus Vösendorf wollte er nichts hinzufügen. Umso mehr Gewicht bekamen die Zuschauer, deren Unterstützung der Trainer ausdrücklich hervorhob: "Ja, es hat mich gefreut, dass so viele Leute zugeschaut haben, dass das Interesse steigt, und ich würde mich freuen, wenn wir dann in 14 Tagen wieder so viele Zuschauer am Platz sehen." In der Summe blieb ein Auftritt, der für Weigl die eigene Linie bestätigte – und bei allem Auf und Ab in einer intensiv geführten Begegnung schließlich in einem 2:2 mündete.