In der 2. Landesliga Ost hat der ASK Mannersdorf gegen den SC Brunn/Geb. mit 1:2 verloren. Auf tiefem, rutschigem Geläuf lag Mannersdorf früh voran, doch Brunn drehte die Partie nach der Pause und nahm dank eines Doppelpacks von Florian Uhlig alle drei Punkte mit. „Wir sind ruhig geblieben, auch als es nicht nach unserem Plan lief“, sagte Brunn-Trainer Patrick Baumeister. Der Sieg war hart erarbeitet, passte am Ende aber zu einer Mannschaft, die lange am Drücker blieb und sich schließlich belohnte.

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Die Geschichte des Abends begann gegen den Favoriten: „Es waren relativ schwere Bedingungen, der Platz war sehr gatschig und rutschig“, schilderte Patrick Baumeister. In diese Phase hinein setzte Mannersdorf nach rund zehn Minuten den ersten Stich: Josip Habula köpfelte zum 1:0 ein und der Spielverlauf lief vorerst gegen Brunn. „Der Gegner ist tief gestanden, das hat uns nicht in die Karten gespielt“, so Baumeister. Noch vor der Pause schwächte sich Mannersdorf mit einem Ausschluss selbst. Spätestens da wurde es zum Powerplay der Gäste. „Ab dem Ausschluss war es noch mehr Druck von uns“, betonte der Coach. Mannersdorf verteidigte den Vorsprung aber bis zur Pause clever, zur Halbzeit stand es 1:0 – die Aufgabe für Brunn blieb schwer, aber klar: geduldig bleiben und die Überzahl ausnutzen.
Nach dem Seitenwechsel kam der Moment, auf den Brunn gedrängt hatte. „Der Elfmeter war der Schlüsselmoment“, erklärte Baumeister, der die Entstehung klar benannte: „Paul Exel ist in den Strafraum gedribbelt und wurde gefoult.“ Vom Punkt glich Florian Uhlig aus – laut Matchticker in Minute 58 – und leitete damit die Wende ein. „Wir sind in Ballbesitz ruhig geblieben und haben unsere Aktionen weitergespielt“, sagte der Trainer. Der Lohn folgte gut eine Viertelstunde später: wieder Uhlig, dieses Mal nach feiner Vorarbeit über links. „David Vujicic ist alleine in den Sechzehner, super reingedribbelt und hat quergelegt auf Florian Uhlig“, so Baumeister über das 1:2 (73.). Danach verteidigte Brunn den Vorsprung abgeklärt und brachte den Sieg über die Zeit.
Bei allem Jubel verlor Baumeister den Gegner nicht aus dem Blick. „Mannersdorf hat einen klaren Matchplan gehabt, sie wussten, was sie erwartet. Ich finde, sie probieren Fußball zu spielen und haben vereinzelt richtig gute Spieler – das macht einem das Leben schwer.“ Auch zu strittigen Entscheidungen bezog er ruhig Stellung: „Es gab viele knifflige Szenen. Der Schiedsrichter hat es ganz gut gemacht, die Linienrichter weniger. Wir hatten vor dem Ausschluss einen Ausgleich, der wegen Abseits nicht zählte, das keines war. Und der Elfmeter war vielleicht nicht hundertprozentig – in Summe war es aber gerechtfertigt.“
Den Unterschied sah er letztlich im eigenen Kollektiv: „Es ist die mannschaftliche Geschlossenheit, der Einsatz und der Wille zu gewinnen. Am Ende hat sich die Klasse durchgesetzt.“ Mit dem Dreier bleibt Brunn als Zweiter (46 Punkte) im Spitzenrennen, während Mannersdorf als Letzter (15) weiter um jeden Zähler kämpfen muss. Für Baumeister und sein Team gilt: Nachlegen, ruhig bleiben – und wieder belohnen.