In der 2. Landesliga Ost setzte sich der SC Hirschwang in einer mitreißenden Partie 3:2 gegen den SC Gerin Druck Wolkersdorf durch. Nach torloser erster Hälfte entschieden nach dem Seitenwechsel zwei Hirschwanger Treffer und ein spätes Aufbäumen der Gäste das Spiel. Doppeltorschütze Stefan Vollnhofer machte den Unterschied, dazu kam ein unglückliches Eigentor der Wolkersdorfer. Trainer Jürgen Eckbauer sprach von einem Sieg, der vor allem auf „Leidenschaft, Intensität und Laufbereitschaft“ beruhte – genau diese Mischung trug sein Team über 90 umkämpfte Minuten.

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Die Begegnung begann flott, beide Seiten suchten schnell den Weg nach vorn. Aus Hirschwanger Sicht war besonders die erste Halbzeit intensiv: „Es war ein sehr schnelles und spannendes Spiel, mit einigen Torchancen, aber noch keine Tore“, fasste Jürgen Eckbauer zusammen. Die Hausherren hatten mehr vom Spiel, Wolkersdorf blieb aber mit seiner Qualität jederzeit gefährlich. Weil in den entscheidenden Momenten die Genauigkeit im Abschluss fehlte, blieb es trotz der hohen Schlagzahl beim 0:0. Der Pausenstand spiegelte den offenen Charakter wider, ohne die hohe Intensität zu kaschieren: viel Laufarbeit, viele Zweikämpfe, aber noch kein zählbarer Ertrag. „Beide Mannschaften haben ein sehr gutes Spiel gezeigt“, so Eckbauer – der Eindruck einer Partie auf ansprechendem Landesliga-Niveau bestätigte sich bis zum Halbzeitpfiff (45.).
Nach dem Wechsel fiel rasch der Dosenöffner: In Minute 54 brachte Stefan Vollnhofer den SC Hirschwang 1:0 in Front. Eckbauer lobte die Entstehung: „Das 1:0 war ein super Ballgewinn auf der rechten Seite mit einer Topflanke, die in der Mitte verwertet wurde.“ Der nächste Knackpunkt folgte knapp vor dem 2:0: „Kurz vor dem 2:0 hatte Wolkersdorf die Chance auf den Ausgleich, und kurz darauf haben wir das 2:0 gemacht – das hat uns den nötigen Auftrieb gegeben.“ In der 70. Minute fiel es tatsächlich, und zwar unglücklich aus Gästesicht: „Das 2:0 war ein Stanglpass, den der Verteidiger ins eigene Tor geschossen hat.“ Im Spielbericht steht Matthias Hager als Eigentorschütze. Wolkersdorf antwortete jedoch umgehend, Deniz Pehlivan verkürzte in der 74. auf 2:1 und hielt die Partie offen. Hirschwang blieb stabil und legte in der Schlussphase nach: Wieder war es Vollnhofer, der in der 86. Minute das 3:1 markierte und so die Weichen stellte. Der späte Anschlusstreffer von Lukas Thaller zum 3:2 in Minute 92 änderte am Heimsieg nichts mehr – die Eckbauer-Elf brachte das Ergebnis konzentriert über die Zeit.
Nach dem Schlusspfiff rückte Jürgen Eckbauer die mannschaftliche Leistung in den Mittelpunkt: „Man muss der Mannschaft ein riesengroßes Kompliment aussprechen, weil dass das dritte Spiel in acht Tagen war. Solch eine Laufleistung und so eine Leidenschaft auf dem Platz sind nicht selbstverständlich. Großer Respekt vor meiner Mannschaft.“ Gleichzeitig fand er ehrliche Worte für den Gegner: „Wolkersdorf ist eine Top-Mannschaft, die aktuell noch nicht so im Flow ist, aber die Qualität auf jeder Position ist unglaublich.“ Auch die Unparteiischen bekamen gute Noten: „Es war eine sehr solide Schiedsrichterleistung, nichts Gravierendes.“
Mit dem Dreier steht Hirschwang bei 39 Punkten auf Rang sechs, Wolkersdorf hält bei 26 Zählern auf Platz zehn. Für Eckbauer ist klar, worauf es weiter ankommt: „Die Leidenschaft, die Intensität und die Laufbereitschaft waren heute der Grundstein des Erfolgs – das wollen wir mitnehmen.“