In der 25. Runde der 2. Landesliga Ost setzte sich der 1. SV Wiener Neudorf zu Hause mit 2:0 gegen den SV Sierndorf durch. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brach Vlade Janjic mit einem echten Traumtor den Bann, ehe Marko Kvesic spät alles klarmachte. Co-Trainer Anton Kurevija sprach von einer dominanten Vorstellung und hob vor allem die Geduld seiner Mannschaft hervor – „Wir haben uns nicht rauslocken lassen“ – sowie das „Tor der Saison“ von Janjic als Dosenöffner.

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Von Beginn an diktierte Wiener Neudorf das Geschehen. Anton Kurevija brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Wir waren über die komplette Spielzeit die dominantere Mannschaft, hatten gefühlt fünfundneunzig Prozent Ballbesitz. Sierndorf hat sich hinten reingestellt und auf Konter gelauert.“ Bis zur Pause blieb es trotz Dauerdrucks beim 0:0, weil die Gäste kompakt standen und kaum Lücken anboten. Nach dem Seitenwechsel blieb Neudorf ruhig, schob den Ball weiter geduldig durch die Reihen – und wurde schließlich belohnt. In Minute 58 fiel das 1:0: Torschütze Vlade Janjic. Wie es dazu kam, schilderte Kurevija ausführlich: „Wir haben von links nach rechts gewartet und den Moment gesucht. Dann kam der Diagonalball von Christian Gartner zu Vlade. Er nimmt ihn, zieht von rechts in die Mitte und schießt vom Sechzehner mit links genau ins Kreuzeck. Tor der Saison für mich.“ Dieses 1:0 gab Sicherheit und die Richtung für den Rest des Spiels vor.
Der Auftritt der Hausherren lebte nicht von Hektik, sondern von Beharrlichkeit. Kurevija betonte, dass seine Elf sich nicht locken ließ: „Ausschlaggebend war die Geduld – wir haben gewartet und an uns geglaubt. Auch wenn neun oder zehn Mann dreißig Meter vorm Tor stehen, wollten wir weiter ruhig bleiben und das 1:0 oder 2:0 machen.“ Genau so entwickelte sich die Partie. Der Vorstoß auf das zweite Tor kam nicht um jeden Preis, stattdessen blieb Neudorf im Plan, hielt den Ball und suchte konsequent die Lücken auf den Flügeln. Mit dem Führungstreffer änderte sich zudem das Kräfteverhältnis: „Dann musste Sierndorf auch ein bisschen was machen und offensiver werden“, so der Co-Trainer. Diese Öffnungen im letzten Drittel spielten den Gastgebern in die Karten, die Kontrolle ging ihnen zu keinem Zeitpunkt verloren.
Als Sierndorf in der Schlussphase mehr Risiko nehmen musste, nutzte Neudorf den freien Raum eiskalt. Marko Kvesic besorgte in der 83. Minute das 2:0 und damit die endgültige Entscheidung – ein Treffer, der die klare Linie der Hausherren krönte. Kurevija sprach danach auch offen über heikle Momente: „In der ersten Halbzeit könnte man drüber reden: Entweder gibt es Elfmeter für uns oder, wenn nicht, dann Rot.“ Zudem meinte er: „Bei uns hat Igor Klaric Gelb bekommen, wo man auch über Rot reden kann.“ Den Gegner bewertete er respektvoll, aber klar: „Ich finde es schade, dass Sierndorf sich hinten reingestellt hat. Die haben Qualität, haben heute aber nur auf Konter gewartet.“ Den Fokus richtete er dennoch auf die eigene Entwicklung: „Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft. Wir rufen Woche für Woche unsere Leistung ab, und es wird immer besser.“ Mit nun 45 Punkten rangiert Wiener Neudorf im Spitzenfeld, Sierndorf hält bei 40 – und Neudorf will seinen Aufwärtstrend weiter bestätigen.