Spielberichte

Anton Kurevija (Co-Trainer 1. SV Wiener Neudorf): "Wir hätten die drei Punkte verdient"

SG Bad Vöslau/Kottingbrunn
1. SV Wr. Neudorf

Ein 0:0 mit Ecken und Kanten: In der 2. Landesliga Ost trennten sich die SG Bad Vöslau/Kottingbrunn und der 1. SV Wiener Neudorf torlos, obwohl die Gäste aus Sicht von Co-Trainer Anton Kurevija mehr drin hatten. Er sprach von einem harten, zweikampfbetonten Beginn der Heimischen, einer klaren Steigerung seiner Elf und gleich mehreren Großchancen. Dazu kamen schwierige Platzverhältnisse, die sauberes Kombinationsspiel erschwerten. Unterm Strich stand ein Remis, das Wiener Neudorf nur bedingt zufrieden zurückließ.

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Heftige Anfangsphase der SG, danach übernahm Wiener Neudorf das Kommando

Die Partie brauchte keine lange Anlaufzeit. Aus Sicht von Anton Kurevija legte die SG robust los und setzte die ersten Duftmarken. „Die ersten 20 bis 25 Minuten war Kottingbrunn in jedem Zweikampf da, jeden zweiten Ball hatten sie. Sehr aggressiv“, schilderte der Co-Trainer. Seine Mannschaft habe diese Phase überstehen müssen, kam dann aber besser rein: „Danach haben wir uns gefangen und das Spiel kontrolliert.“ Früh bot sich für die Gäste gleich mit der ersten Möglichkeit eine richtig gute Chance auf das 1:0, doch der Ball wollte an diesem Nachmittag nicht über die Linie. Zur Pause blieb es beim 0:0, was zum Verlauf passte: intensive Duelle, viele zweite Bälle, aber noch kein Ertrag, obwohl Wiener Neudorf laut Kurevija bereits spürbar mehr vom Spiel hatte.

„Drei Hundertprozentige“ und ein Platz, der schönen Fußball kaum zuließ

Nach dem zähen Start fand Wiener Neudorf immer öfter den Zugriff und zwang die Begegnung aus Kurevijas Sicht in die gewünschte Richtung. „Wir haben uns an die Platzverhältnisse angepasst und das Spiel in eine Richtung gedreht“, hielt er fest. Entscheidend fehlte die Effizienz: „Wir hatten drei Hundertprozentige, die wir an einem anderen Tag definitiv machen und die drei Punkte mitnehmen.“ Ein Punkt, der für ihn nicht unwesentlich ist: „Die Platzverhältnisse in Kottingbrunn sind nicht so, dass man schönen Fußball spielen kann, wenn der Ball jedes Mal verspringt.“ Gegen einen Gegner, den er ausdrücklich lobte – „aggressive, junge Mannschaft, die Rückrundentabelle lügt nicht“ –, ließ Wiener Neudorf nach seiner Einschätzung hinten wenig zu und arbeitete sich vorne mehrfach in aussichtsreiche Positionen, ohne sich zu belohnen.

Diskussionen um Abseits, viel Kampf – und ein Punkt, der sich zu wenig anfühlt

Ganz ohne Diskussionen kam der Nachmittag nicht aus. Kurevija sah zwei knappe Entscheidungen gegen sein Team kritisch: „In der ersten Halbzeit wurde Abseits gegen uns gepfiffen, was nie im Leben Abseits sein kann, in der zweiten Halbzeit genauso.“ Zudem hätte der Unparteiische aus seiner Sicht die harte Gangart der Anfangsphase früher eindämmen sollen: „Das hätte man vorher unterbinden und früher gelbe Karten verteilen müssen.“ Unabhängig davon blieb seine Hauptdiagnose klar: „Es lag an unserer Chancenverwertung. Wenn wir diese drei machen, reden wir über einen Auswärtssieg.“ In der Tabelle ändert sich wenig: Wiener Neudorf bleibt mit 46 Punkten in der Verfolgerrolle auf Rang fünf, die SG hat als Elfter 30 Zähler auf dem Konto. Der Ausblick fällt entsprechend pragmatisch aus: Die Leistung nach Minute 20 passte, beim nächsten Mal soll vorne die letzte Konsequenz stimmen – dann wird aus einem zähen 0:0 schnell wieder ein Dreier.