In der 2. Landesliga Ost feierte der SV Sierndorf bei der SG Bad Vöslau/Kottingbrunn einen 3:1-Auswärtssieg. Nach holprigem Start brachte ein direkt verwandelter Eckball die Führung, die die Hausherren rasch ausglichen. Nach der Pause entschied Mario Charvat mit einem Doppelpack die Partie. Co-Trainer Matthias Moormann freute sich über die drei Punkte, blieb aber ehrlich: „Es war in Summe kein besonders gutes Spiel von uns.“

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Die ersten Minuten gehörten den Gastgebern, das bestätigte auch Sierndorfs Co-Trainer Matthias Moormann: „Wir hatten ein bisschen Anlaufschwierigkeiten, Bad Vöslau war am Anfang etwas gefährlicher.“ Dann schlug Sierndorf erstmals zu: In Minute 24 stellte Dominik Silberbauer auf 0:1 – und Moormann lieferte die Einordnung gleich mit: „Das 1:0 für uns ist direkt aus einem Eckball entstanden.“ Der Jubel währte nicht lange, denn nur zwei Minuten später traf Luca Curin zum 1:1. „Im Anschluss haben wir nach einem Standard des Gegners das 1:1 bekommen“, ärgerte sich Moormann, der dennoch Chancen für sein Team sah: „Wir hätten in der ersten Hälfte Bad Vöslau besser bestrafen können, das ist uns aber nicht gelungen.“ Nach dem 1:1 zur Pause legte Sierndorf zu – und Mario Charvat übernahm das Zepter. Der Angreifer traf in der 61. Minute zum 1:2 und legte in der 75. Minute das 1:3 nach. „Erst mit dem Treffer zum 2:1 ist das Spiel in unsere Richtung gekippt“, betonte Moormann. Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken blieb Sierndorf ruhig und brachte den Auswärtssieg sicher über die Zeit.
Auch wenn das Resultat klar klingt, wollte Moormann nichts beschönigen. „Es war in Summe kein besonders gutes Spiel von uns“, sagte der Co-Trainer offen. Vor allem im Umschalten sah er Luft nach oben: „Wir waren nicht gut im Umschaltspiel.“ Dass es dennoch zum Dreier reichte, führte er auf die klare Phase nach der Pause zurück: „Die beiden Tore in der zweiten Hälfte haben das Pendel in unsere Richtung kippen lassen.“ Gleichzeitig hob er die Qualität in den entscheidenden Momenten hervor: „Am Ende haben wir es trotz mittelmäßiger Leistung über unsere schnellen Umschaltsituationen entschieden.“
Im Detail blieb er kritisch: „Das Engagement im Vergleich zur Woche davor war diesmal deutlich schwächer.“ Zudem fehlte oft die letzte Genauigkeit: „Oft hat der letzte oder vorletzte Pass oder die richtige Ballmitnahme gefehlt.“ Gerade deshalb ordnete er den Auswärtssieg als lehrreich ein – mit wichtigen Hinweisen für die nächste Trainingswoche.
Den Gegner hatte Moormann keineswegs kleingeredet. „Bad Vöslau hat durchaus Qualität in der vordersten Reihe, auf der Zehnerposition und im Sturm“, stellte er fest. „Es ist eine junge Mannschaft, die zu ihren Chancen gekommen ist und das nicht schlecht gemacht hat.“ Ein Sonderlob gab es für das Schiedsrichterteam: „Der Schiedsrichter hat das Spiel sehr souverän geleitet. Da merkt man, dass er viel Erfahrung auch in höheren Ligen hat.“
Mit dem 3:1 steht Sierndorf bei 44 Punkten auf Rang 7, Bad Vöslau/Kottingbrunn hält bei 30 Zählern auf Platz 12. Für den Ausblick blieb Moormann klar in der Ansprache: „Da gibt’s sicher Verbesserungspotenzial“, meinte er zu Engagement und Passschärfe. „Wir hätten deutlich mehr Tore schießen können.“ Der Auswärtssieg gibt Rückenwind – und die To-do-Liste ist zugleich deutlich: Präziser werden, im Tempo zulegen und die guten Umschaltmomente konstanter ausspielen.