In der 2. Landesliga Ost hat der FC Klosterneuburg mit 52 Punkten einen starken fünften Platz eingefahren. Trainer Moritz Breicha zieht ein ruhiges, aber klares Fazit: Die Mannschaft ist gereift, nahm den Kampf besser an, kämpft aber noch mit der Konstanz. „Top fünf sind kein Muss – aber wir wollen dort bleiben“, sagt er. Der Coach lobt besonders den jungen Kern, setzt auf Geduld und sieht eine nächste, noch stärkere Saison auf die Klosterneuburger zukommen.

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Sportlich hat Klosterneuburg in dieser Spielzeit ein Gesicht gezeigt, das den eigenen Plänen entspricht – nur noch nicht über alle Wochen. „Wir sind insgesamt erwachsener aufgetreten, aber wir sind noch nicht so konstant, wie wir es wollen“, ordnet Moritz Breicha ein. „Wenn wir es auf den Platz bringen, schaut es fußballerisch sehr gut aus. Und wir wissen mittlerweile, dass wir auch gewinnen können, wenn es nicht immer schön ist.“ Der Saisonverlauf unterstreicht diese Mischung: Nach dem Blitzstart an die Tabellenspitze rutschte das Team früh einmal ab, stabilisierte sich dann über weite Strecken in der Spitzengruppe und beendete die 30 Runden letztlich solide auf Platz fünf. „Es braucht Zeit und mehrere Entwicklungsschritte. Die Geduld nehmen wir uns bewusst“, betont der Trainer.
Die Grundstimmung passt, auch wenn die Mannschaft gern länger an den obersten Plätzen drangeblieben wäre. „Wir wären gern länger oben dran gewesen, aber mit dem fünften Platz sind wir mehr als zufrieden. 52 Punkte, Platz fünf – das hätten wir vor der Saison alle unterschrieben“, sagt Breicha und verweist auf eine extrem enge Liga, in der am Ende wenig zwischen Rang fünf und sieben lag. Besonders positiv klingt seine Wertung der eigenen Talente: „Der junge Kern hat in einer nicht leichten Phase das Heft in die Hand genommen – mit Wille, Einsatz, Herz, Zweikampfverhalten und Energie. Das macht uns sehr zuversichtlich.“ Strukturell bleibt alles ruhig: „Bei uns ist es wie im Kader: sehr stabil. Da wird sich nichts tun, weil es nicht notwendig ist.“ Auch personell gibt es grünes Licht: „Aktuell ist nichts dabei, was in die Vorbereitung hineinreicht. Zum Glück fällt uns niemand langfristig aus.“
Im Sommer wird behutsam nachgeschärft – mit klarer Marschrichtung. „Zwei Spieler, die regelmäßig begonnen haben, werden uns verlassen, weil wir auf Jüngere aus dem eigenen Nachwuchs setzen“, erklärt Breicha. Eine Personalie ist bereits klar: „Niklas Schmidt macht wegen seiner Ausbildung leihweise einen Schritt zurück und spielt bei St. Andrä, das passt im Moment besser in seine Planung.“ Der Blick über den Tellerrand zeigt, wie anspruchsvoll die Liga war: „Brunn ist mit seinen Möglichkeiten und der Kompaktheit extrem hoch einzuordnen. Hohenau ist verdient Meister – brutale Konstanz, vor allem daheim. Und Mistelbach hat eine überragende Rückrunde gespielt.“ Für die nächste Saison erwartet Breicha noch mehr Dichte: „Mit Tulln, Wienerwald und Stockerau wird die Liga stärker. Wir wollen uns weiter in den Top fünf halten. Das ist kein Muss, aber unser Ziel. Wenn wir wieder zwischen 40 und 50 Punkten landen, ist der Verein zufrieden.“ Und der Schlussakkord ist klar: „Wir lassen alles auf uns zukommen und starten mit voller Energie ins nächste Jahr.“