Die 2. Landesliga Ost geht für die SG Bad Vöslau/Kottingbrunn mit einem gemischten Gefühl zu Ende: 31 Punkte und Rang 12 stehen zu Buche, doch das Frühjahr bringt Zuversicht. Trainer Darko Dukic spricht von einer starken Rückrunde und setzt für den Sommer klare Schwerpunkte: Konzentration in Schlüsselmomenten, junge Spieler weiter heranführen, der Kern bleibt. Ab 6. Juli startet die Vorbereitung, dazu gab es bereits den Abgang von Alec Flögel und zwei Neuzugänge.

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Darko Dukic muss nicht lange überlegen, wenn er die Saisonhälfte auseinanderzieht. „Die Rückrunde war für uns sehr gut. Die Hinrunde nicht so optimal. Insgesamt bin ich mit dem Frühjahr sehr zufrieden.“ Der Ton ist gelassen, der Blick nach vorne klar. Momentan sind die Spieler auf dreiwöchiger Pause, am 6. Juli geht es wieder los. „Es passt alles. Wir genießen die freien Tage“, sagt der Coach. Rund um die Mannschaft herrscht in diesen Wochen trotzdem Betrieb: „Wir haben am Platz ein Public Viewing aufgebaut. Viele Spieler, die nicht auf Urlaub sind, kommen vorbei. Wir sind wirklich wie eine Familie.“ Aus den Worten spricht Ruhe – und das Bewusstsein, dass die Truppe nach dem besseren Frühjahr mit einem guten Gefühl in die kurze Vorbereitung gehen kann.
Am Kader will Dukic nur behutsam drehen. „Der Kern bleibt. Von der abgelaufenen Saison bleiben 70 Prozent der Spieler. Die restlichen 30 Prozent füllen wir mit Neukommlingen.“ Zwei Neuzugänge sind bereits fix, Namen nennt der Trainer noch nicht. Fix ist auch ein Abgang: „Alec Flögel hat uns verlassen. Er ist zu uns gekommen, hat eine super Saison gespielt – ein super Bursch und ein super Mensch. Der wird uns immer fehlen.“ Gleichzeitig rücken Junge nach. „Wir haben viele junge Spieler in der Kampfmannschaft. Im letzten Spiel habe ich mit drei 17‑Jährigen gestartet. Wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Jungen heranzuführen, damit sie in der Kampfmannschaft Fuß fassen.“ Als stärksten Gegner nennt Dukic ohne Umschweife den Meister ASV Hohenau: „Die sind auf jeder Position super besetzt und verdienen den Aufstieg. Der Trainer dort ist ein guter Freund von mir.“
Weil die Pause kurz ist, will Dukic in der Vorbereitung nicht alles neu erfinden – aber gezielt nachschärfen. „Wir haben drei Wochen Pause und dann vier bis viereinhalb Wochen Vorbereitung. Zum Glück müssen wir nicht viel an der Kondition arbeiten.“ Wichtig ist ihm, die Neuen ins System zu holen: „Wir werden sie so integrieren, dass sie sich wohlfühlen und wir gut dastehen.“ Medizinisch lief das Frühjahr nahezu perfekt. „Ich bin froh, dass ich einen guten Masseur habe – das ist mein Sohn. Die ganze Rückrunde hatten wir keine muskulären Probleme. Nur ein Spieler hatte eine leichte Oberschenkelverletzung und hat ein Spiel gefehlt.“ Auch im Umfeld gibt es keine Baustelle: „Wir bleiben so, wie wir sind. Es passt alles.“ Sportlich gibt der Trainer die Marschrichtung klar vor: „Wir müssen stabiler sein und in den entscheidenden Momenten konzentrierter bleiben. Ein bisschen körperbetonter spielen – und in der Hinrunde so viele Punkte wie möglich einsammeln.“