In der 2. Landesliga Ost hat der 1. SV Wiener Neudorf am Freitagabend gegen den SC Katzelsdorf mit 0:3 verloren. Aus Sicht von Katzelsdorfs Sportlichem Leiter Patrick Kadletz war vor allem der Blitzstart der Grund für den klaren Auswärtserfolg. Schon nach 14 Minuten lagen die Gäste 3:0 vorne, danach ließ Katzelsdorf laut Kadletz defensiv kaum noch etwas zu und brachte den Vorsprung souverän über die Zeit.

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Katzelsdorf war von Beginn an voll da und setzte genau das um, was man sich für diesen Abend vorgenommen hatte. „Wir haben super in die Partie gefunden und sind gleich nach vier Minuten durch Dominik Bartos in Führung gegangen. Genau das wollten wir, ein frühes Tor machen“, sagte Kadletz. Dieser erste Treffer war für ihn auch der Schlüssel dafür, dass seine Mannschaft sofort im Spiel war und Wiener Neudorf gar nicht erst richtig in die Partie kommen ließ. Nur vier Minuten später legten die Gäste bereits nach. Kadletz schilderte das 2:0 als „super Aktion mit Yusuf Onur auf Daniel Jäger“, der in der achten Minute auf 2:0 stellte. Noch ehe sich die Gastgeber sortieren konnten, folgte in der 14. Minute schon das dritte Tor. Wieder war es Dominik Bartos, der den frühen Vorsprung weiter ausbaute und damit einen Start perfekt machte, den Kadletz als nahezu ideal einordnete.
Für Kadletz war mit diesem dritten Treffer auch der Moment gekommen, in dem sich das Spiel ganz klar in eine Richtung entwickelte. „Mit dem 3:0 war es nach knapper Viertelstunde so, dass Wiener Neudorf gar keinen Zugriff aufs Spiel gefunden hat“, erklärte er. Noch deutlicher wurde der Sportliche Leiter, als er den weiteren Verlauf einordnete: „Nach fünfzehn bis zwanzig Minuten war für mich klar, dass das Spiel eigentlich nur in eine Richtung gehen kann.“ Katzelsdorf habe die erste Hälfte dominiert und sich die Führung nicht nur durch Effizienz, sondern auch durch die gesamte Herangehensweise erarbeitet. Kadletz sprach von einer „überragenden Mannschaftsleistung“ und wollte ausdrücklich niemanden herausheben. „Von hinten bis vorne hat jeder für jeden alles gegeben. Wir haben unsere fußballerischen Qualitäten ausgespielt“, sagte er. Gerade das war für ihn der Hauptgrund, warum Wiener Neudorf an diesem Abend deutlich unter Druck blieb und nie richtig ins Spiel fand.
Auch nach der Pause sah Kadletz seine Mannschaft weiter klar im Griff des Geschehens. Zwar fielen keine weiteren Tore mehr, an der Bewertung des Spiels änderte das aus seiner Sicht aber wenig. „Wir haben in der zweiten Hälfte defensiv überhaupt nichts zugelassen“, sagte er, und genau dieser Satz beschreibt die zweite Halbzeit aus Katzelsdorfer Sicht wohl am besten. Nach vorne habe es noch „ein, zwei gute Aktionen“ gegeben, die jedoch nicht sauber zu Ende gespielt wurden. Ein vierter Treffer wäre für Kadletz noch das gewesen, was dem Auftritt zusätzlich die letzte Abrundung gegeben hätte. „Man hätte vielleicht noch ein viertes Tor nachlegen können, aber ansonsten war es neunzig Minuten lang ein sehr gutes Spiel unserer Mannschaft“, meinte er. Dass er dennoch nicht alles vollkommen widerspruchslos hinnahm, zeigte seine Einschätzung zu einer Szene in der ersten Hälfte. Aus seiner Sicht hätte es nach einem Foul an Bernhard Fucik einen Elfmeter für Katzelsdorf geben müssen. Kadletz sprach von einer „ganz klaren Fehlentscheidung“, stellte aber ebenso klar, dass das am Endergebnis nichts ändere.
Besonders zufrieden war Kadletz damit, wie konsequent Katzelsdorf den eigenen Matchplan umgesetzt hat. Den Gegner habe man stärker erwartet, sagte er offen, gleichzeitig führte er das auch auf die eigene Leistung zurück. „Wir haben ihm das Leben gleich schwer gemacht und das super gemacht, dass sie nicht ins Spiel gekommen sind“, erklärte der Funktionär. Gerade diese Mischung aus frühem Druck, klarer Führung und einer stabilen Defensive machte den 3:0-Auswärtssieg für ihn so deutlich. In der Tabelle steht Katzelsdorf nach fünf Runden nun bei zwölf Punkten und bleibt damit vorne dran. Viel wichtiger als der Blick aufs Klassement war für Kadletz an diesem Abend aber die Art und Weise. Seine Aussagen liefen immer wieder auf denselben Punkt hinaus: Es war kein Sieg eines einzelnen Spielers, sondern ein Auftritt, in dem die ganze Mannschaft von der ersten Minute an den Ton angegeben hat.