In der 2. Landesliga Ost hat FC Tulln am Freitagabend gegen TSU NeuMed Obergänserndorf mit 3:0 gewonnen und damit den fünften Sieg im fünften Spiel eingefahren. Trainer Kristian Fitzbauer sprach von einem „sehr erwachsenen Auftritt“ seiner Mannschaft. Vor allem das frühe 1:0 habe die Partie geöffnet, danach kontrollierte Tulln das Geschehen über weite Strecken.

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Für Fitzbauer war schon in seiner ersten Einordnung klar, in welche Richtung der Abend gegangen ist. „Ich denke, wir waren klar überlegen“, sagte der Tulln-Trainer nach dem Schlusspfiff. Obergänserndorf stand aus seiner Sicht sehr tief, genau deshalb maß er dem ersten Treffer besonders viel Bedeutung bei. In der 10. Minute brachte Christoph Knasmüllner die Gastgeber in Führung, und nur acht Minuten später legte Okan Yilmaz das 2:0 nach. Für Fitzbauer war genau das der entscheidende Einstieg in die Partie: „Das erste Tor war im Prinzip der Dosenöffner, danach haben wir relativ schnell das zweite gemacht.“ Er verwies auch darauf, dass Tulln davor bereits „die ein oder andere Situation“ hatte, in der eine Führung möglich gewesen wäre. Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft dranblieb und gegen den defensiv eingestellten Gegner ruhig blieb. „Wichtig ist, dass du gegen einen tief stehenden Gegner einmal in Führung gehst“, sagte er. Mit dem 2:0 zur Pause hatte sich Tulln jene Grundlage geschaffen, auf der sich das Spiel dann in die gewünschte Richtung entwickeln konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Tulln das bestimmende Team. In der 55. Minute stellte Justin Mwatero auf 3:0 und machte damit früh klar, dass an diesem Abend keine Spannung mehr aufkommen sollte. Fitzbauer sprach davon, dass seine Mannschaft die Partie „souverän nach Hause gespielt“ habe. Ganz ohne Kritik wollte er den klaren Sieg aber nicht stehen lassen. Gerade in der zweiten Halbzeit sah er gegen den Ball nicht in jeder Phase jene Sicherheit, die er sich wünscht. „Wir haben die ein oder andere Umschalt-Situation zugelassen, wo es einfach nicht notwendig war“, meinte er. Auch im Passspiel war ihm sein Team nicht präzise genug. „Wir müssen ein bisschen sicherer und genauer werden. Da waren wir gestern in der einen oder anderen Phase nicht gut“, sagte Fitzbauer. Gleichzeitig ordnete er die Leistung trotz dieser Punkte positiv ein: „Immer wenn man kein Gegentor bekommt und sehr viele Tore macht, macht man schon sehr, sehr viel richtig.“ Genau diese Mischung aus Zufriedenheit und Anspruch zog sich durch seine Analyse.
Im größeren Bild war für den Tulln-Coach vor allem die Haltung seiner Mannschaft entscheidend. Er sprach von einem Team, das inzwischen ganz genau wisse, wie man solche Spiele anlegt und über 90 Minuten durchzieht. „Wir haben ein gewisses Siegergen in der Mannschaft“, sagte Fitzbauer und schob nach: „Man weiß einfach, dass man jede Woche gewinnen kann und dass man eine Mannschaft hat, die immer reagieren kann.“ Diese Siegermentalität, so seine Überzeugung, übertrage sich auch auf neue Spieler und auf den ganzen Verein. Gleichzeitig wollte er den Gegner nicht kleinredenken. Fitzbauer nannte Obergänserndorf eine „sehr junge Mannschaft“, die „in ihren Möglichkeiten alles probiert“. Über die gesamte Spielzeit seien die Gäste gegen Tulln aber „ziemlich harmlos“ geblieben. Unterm Strich überwog für ihn aber klar das Positive: „Ganz wichtige drei Punkte, weil wir wissen, wie schwer die nächsten Wochen werden.“ Mit 15 Punkten aus fünf Spielen bleibt Tulln damit an der Spitze und nimmt den Schwung aus diesem 3:0 in die kommenden Aufgaben mit.