Spielberichte

„Wenn wir da das 2:0 machen, ist das Spiel gelaufen“ – Brunn gibt 1:0 noch aus der Hand

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SC Brunn/Geb.
FC Mistelbach

In der 2. Landesliga Ost hat der SC Brunn/Geb. am Freitagabend gegen FC druckmittel.at Mistelbach trotz 1:0-Pausenführung noch 1:3 verloren. Für Trainer Philipp Gallhuber lag die Wende nicht nur an der Roten Karte nach der Pause, sondern auch in einem aberkannten möglichen 2:0 nach Seitenwechsel. Gerade deshalb fühlte sich die Niederlage aus Sicht der Gastgeber bitterer an, als es das Endergebnis vermuten lässt.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Brunn legt so los, wie es sich der Trainer gewünscht hat

Gallhuber erlebte vor allem den Beginn seiner Mannschaft genau so, wie er ihn sehen wollte. „Wir sind in der ersten Halbzeit sehr gut ins Spiel gekommen. Wir haben wirklich 100 Prozent Leidenschaft an den Tag gelegt, so wie wir es uns vorgenommen haben“, sagte der Brunner Trainer nach dem Spiel. Diese Energie brachte den Gastgebern auch die verdiente Führung. In der 13. Minute gewann Brunn den Ball hoch, Florian Uhlig vollendete mit einem Lupfer zum 1:0. Danach blieb die Partie laut Gallhuber zwar intensiv und auch zerfahren, dennoch hatte seine Mannschaft aus seiner Sicht immer wieder gute Phasen nach vorne. Mistelbach kam im ersten Durchgang nach seiner Einschätzung nur zu einer Chance, während Brunn immer wieder vorne andockte und bis zur Pause das Gefühl vermittelte, die Partie im Griff zu haben.

Die Rote Karte verändert das Spiel, das aberkannte 2:0 bleibt das große Thema

Nach der Pause kippte die Ausgangslage aber spürbar. Gegen Florian Uhlig wurde in Minute 46 die Rote Karte gezeigt. Nach dem Seitenwechsel musste Brunn damit unter erschwerten Bedingungen weiterarbeiten, und genau das imponierte dem Trainer. Er sprach von einem „aufopferungsvollen Kampf“ und davon, dass „jeder sein Herz am Platz gelassen“ habe. Umso größer war sein Ärger über die Szene, in der Brunn aus seiner Sicht das 2:0 erzielt hatte, der Treffer aber wegen einer Abseitsentscheidung aberkannt wurde. „Wenn wir da das 2:0 machen, dann ist das Spiel gelaufen“, sagte Gallhuber, der diese Entscheidung als klare Schlüsselszene des Abends einordnete.

Mistelbach dreht die Partie in wenigen Minuten

Aus Brunner Sicht blieb es damit beim knappen Vorsprung, und Mistelbach nutzte die offene Lage in der Schlussphase konsequent aus. In der 68. Minute stellte Marcel Bauer auf 1:1, nur drei Minuten später drehte Mario Schodl das Spiel mit dem Treffer zum 1:2 endgültig. Brunn stemmte sich zwar weiter gegen die Niederlage, musste in der Nachspielzeit aber auch noch das 1:3 hinnehmen, als Andreas Ebersberger in der 95. Minute zum Endstand traf. Gerade diese Entwicklung passte aus Sicht des Brunner Trainers ins Gesamtbild eines Abends, an dem nach gutem Beginn und großem Aufwand am Ende nichts Zählbares blieb. Seine Analyse fiel dabei deutlich aus, ohne in bloßen Frust abzurutschen: „Der Schiedsrichter hat nicht den besten Tag gehabt und spielentscheidend in das Spiel eingegriffen!“

Viel Ärger, aber auch ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Über den Gegner wollte Gallhuber nach dem Schlusspfiff gar nicht lange reden, obwohl er Mistelbach grundsätzlich als spielstarke Mannschaft einordnete, die schon im Vorjahr vorne dabei war. Der Fokus blieb bewusst auf der eigenen Leistung und auf dem, was seine Mannschaft aus diesem Abend mitnehmen kann. „Ich bin extrem stolz auf die ganze Mannschaft“, sagte er, und dieser Satz zog sich durch seine gesamte Analyse. Für ihn überwogen trotz der 1:3-Niederlage die positiven Ansätze in Sachen Leidenschaft, Intensität und Zweikampfstärke. „Wenn wir jedes Spiel mit unserer Truppe so auftreten, dann werden wir die ganze Saison noch ganz viel Freude haben“, meinte Gallhuber. Gleichzeitig sprach er auch den kleinen, aber entscheidenden Unterschied an: „Leider haben Nuancen gefehlt, um den Sieg einzutüten.“ Genau dort wird Brunn nun ansetzen müssen.

2. Landesliga Ost: Brunn/Geb. : Mistelbach - 1:3 (1:0)

  • 95
    Andreas Ebersberger 1:3
  • 71
    Mario Schodl 1:2
  • 68
    Marcel Bauer 1:1
  • 13
    Florian Uhlig 1:0