2. Landesliga West

2:2! Blackout von Goalie Kalusevic kostet Melk den Sieg

Sechsmelk sczwentendorf sv Tage nach dem starken Auftritt beim 2:1 gegen Gmünd setzte es für den SC Melk in der 2. LL West einen Dämpfer: Das Team von Wolfgang Janisch musste sich  im Heimspiel gegen Zwentendorf mit einem 2:2 begnügen. Die Hausherren lagen zweimal in Führung, die Gäste wiederum steckten nie auf. Beim Ausgleichs-Tor half Heim-Goalie Kalusevic kräftig, Melk verlor damit an einem Abend beide Schlussmänner.

 

Die Melker hatten vor 350 Zuschauern schon in der Anfangs-Phase Probleme, in den Rhythmus zu kommen, Zwentendorf hatte in der Start-Viertelstunde mehr vom Spiel. Mit der ersten Chance aber ging der Gastgeber in Front: Nach einem Brunner-Corner stand Neuerwerbung Zoltan Puskas goldrichtig und erzielte per Kopf aus fünf Metern Distanz das erste Meisterschafts-Tor für sein neues Team (15.). Wenig später hatte Karl Gruber das 2:0 vor den Beinen, vergab aber am Sechzehner völlig freistehend (19.).

 

Auf Zwentendorfs Ausgleich folgte die erneute Melker Führung

Damit hatten die Hausherren ihr Pulver auch schon wieder verschossen, die Gäste kamen in einer von Feölpässen geprägten ersten Hälfte retour in die Begegnung. In der 33. Minute traf Rauscher nach Hummel-Flanke per Kopf nur die Innenstange. Für ihre Bemühungen wurden die Gäste erstmals in Minute 54 belohnt: Rauscher sprintete nach einem Zuspiel los, spitzelte den Ball in extremnis auf Boris Bakovic. Die Neuverpflichtung zog solo auf Kalusevic und vollendete zum verdienten 1:1.

Einen Schuss von Azdajic aus 30 Metern drehte Kalusevic kurz darauf spektakulär über die Latte, nach 60 Minuten lag Melk wieder vorne: Nach Zuspiel von Puskas schoss Karl Gruber aus 16 Metern trocken ein. "Das war unser schönster Spielzug in den gesamten 90 Minuten", meinte der Melker Sektionsleiter-Stv. Christian Jojart nach Spielschluss.

 

Zwentendorf: Luger tauschte seinen Co-Trainer ein - mit Erfolg!

In der 67. Minute kommt Puskas im Zwentendorfer Strafraum zum Abschluss, sein Schuss wird auf der Linie abgewehrt. Auf der Gegenseite setzt Bakovic einen Freistoß übers Tor. Im Finish riskiert Gäste-Spielertrainer Klaus Luger alles, tauscht seinen Co-Trainer Thomas Skaloud als 3. Stürmer ein und stellt defensiv auf die Dreierkette um. Das Risiko wird belohnt - wenn auch unter kräftiger Mithilfe des Melker Goalies.

Milos Kalusevic geht in der 88. Minute nach einem Rückpass die Knie, will den Ball mit dem Oberschenkel stoppen, um Zeit zu sparen. Dabei verspringt der Ball, der eingewechselte Skaloud überzückert die Situation blitzschnell, schnappt Kalusevic den Ball weg. Der Goalie wiederum hält daraufhin Skaloud im Strafraum zurück. Schiri Toiflhart zückt völlig zurecht "Rot" für Kalusevic und entscheidet auf Elfmeter - Roland Dancs verwandelt diesen sicher zum 2:2 (89.).

 

In Seitenstetten muss der 16-jährige David Baumgartner ins Melker Tor

Der Ausschluss hat für Melk weitreichende Folgen: Da Ersatz-Goalie Ömer Eryilmaz im U23-Vorspiel auf Melker Seite ebenfalls die rote Karte sah, muss nächsten Freitag (5. April) in Seitenstetten wohl der erst 16-jährige Davi Baumgartner ins Tor. Er kam gegen Zwentendorf bereits anstelle von Kalusevic aufs Feld, hatte beim Elfer von Dancs keine Chance. "Ich bin sprachlos, das Foul war absolut unnötig. Wir boten ein schlechtes Spiel, den Punkt hat sich Zwentendorf verdient", gestand Jojart. Zwentendorf-Spielertrainer Luger freute sich über das zweite Frühjahrs-Remis in Folge: "Wir sind auf dem richtigen Weg."

 

Christian Reichel