Aufsteiger Hartl Haus Echsenbach ist in der 2. Landesliga West am bisherigen Tiefpunkt angekommen: Spielertrainer Damir Grabovac & Co. unterlagen am Samstag zu Hause Gmünd mit 0:1 und bekamen vom bisherigen Schlusslicht Zwentendorf die rote Laterne umgehängt. Der Siegestreffer der Gäste fiel durch Daniel Bayer in der 88. Minute, die Gmünder festigten damit in der Tabelle Platz drei.
Die Gmünder hatten über weite Strecken des Spiels das Heft in Hand, doch der Trend der jüngsten Spiel fand seine Fortsetzung: "Wir benötigen einfach zu viele Möglichkeiten, um zu einem Tor zu gelangen. Mit der Chancen-Auswertung kann ich derzeit nicht zufrieden sein", sagte der siegreiche Coach Markus Hackl nach Schlusspfiff. Dennoch überwog natürlich die Erleichterung darüber, dass es nach nur einem Punkt ausden vergangenen zwei Spielen nun wieder zu einem Dreier reichte.
Besagten "Dreier" stellte der Kapitän sicher: Daniel Bayer sorgte in der 88. Minute für große Erleichterung, als Assistgeber fungierte der eingewechselte Siudek. Er zog über die Seite zur Mitte, spielte auf für Bayer. Der Kapitän deutete auf der linken Seite des 16-Meter-Raumes einen Schuss an, machte jedoch den Haken nach innen und schoss mit rechts aus zwölf Metern platziert zum 0:1 ein.
Schon vor der Pause hätte Gmünd die Führung erzielen müssen: Yigit tankte sich zweimal sehenswert durch, seine scharfen Querpässe klärte Heim-Verteidiger Holzinger-Neulinger jeweils in extremnis. Bayers Kopfball ging am Kreuzeck vorbei, Hacka setzte seinen Schuss aus 13 Metern knapp neben das Gehäuse. Nach Seitenwechsel fischte Heim-Goalie Strohmaier einen Schuss von Hacka mit einer sehenswerten Parade aus dem Eck. Bei einer weiteren Chance kam Hacka am Fünfer frei zum Schuss, brachte aber nicht genug Druck hinter den Ball.
Echsenbach wehrte sich ohne Teufel und Meixner mit Händen und Füßen - lange Zeit mit Erfolg. "Wir sind 90 Minuten lang gegen eine Menschenmauer angerannt", brachte es Hackl auf den Punkt. Auf dem kleinen Platz versuchten es die Gastgeber wie gewohnt mit hohen Bällen. Die meisten Angriffe entschärfte die Gäste-Defensive, bei den wenigen brenzligen Situationen - zumeist bei Standard-Situationen - fehlte dem Aufsteiger auch das nötige Glück.
Die besten Möglichkeiten für die Heimischen fanden Weixlberger (Kopfball aus sechs Metern knapp neben das Tor), Stojak (scheiterte aus zehn Metern) und Kainz (agierte bei ausrichtsreicher Möglichkeit im Strafraum zu unentschlossen) vor. Zudem beklagte man zwei Verletzte: Spielertrainer Damir Grabovac schied mit Verdacht auf Muskelfaserriss im Oberschenkel aus, Weixelbraun bekam einen Schlag gegen den Fuß, fuhr noch am Abend zum Röntgen ins Spital. "In der 89. Minute darfst kein Tor mehr kriegen", ärgerte sich Grabovac und zeigte erste Spuren von Resignation: "So wie es jetzt läuft, auch unter der Woche im Training, frage ich mich schon, ob ich mir das über den Winter hinaus noch antun soll." Nächsten Sonntag (21. Oktober) steigt ab 15 Uhr in Zwentendorf das Keller-Duell.
Christian Reichel
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