Nach dem Derby zwischen dem SC Hainfeld und SC PREFA Lilienfeld ordnete Trainer Deni Luif die Lage gelassen und selbstbewusst ein. Seine Sicht: eine erste Hälfte mit vielen Aktionen im Zentrum, danach erhöhte Kontrolle ohne Ball und konsequentes Arbeiten gegen die Tiefe. Lilienfeld hatte über weite Strecken mehr vom Ball, doch Hainfeld machte die Räume eng und ließ kaum gefährliche Durchbrüche zu. „Taktisch war die Mannschaft extrem gut im Spiel. Wir haben das, was wir in den Wochen zuvor trainiert und in der Spielanalyse vorbereitet haben, tadellos umgesetzt“, betonte Luif. In der 2. Landesliga West saß der Matchplan – der knappe 2:1-Derbysieg wurde bis zur letzten Minute verteidigt und steht für Haltung, Disziplin und Timing in den Schlüsselmomenten.

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Luif beschrieb die Anfangsphase als intensives Mittelfeldduell, in dem sein Team über einen schnellen Umschaltmoment mit 1:0 in Führung ging: Elvis Bozicevic traf in der 16. Minute. Kurz darauf glich Lilienfeld nach einer geklärten Szene und anschließender Eckballserie per Kopf zum 1:1 durch Kosovar Basholli (32.) aus. Zum Kräfteverhältnis sagte der Coach: „Das Ballbesitzverhältnis war zugunsten von Lilienfeld in beiden Hälften. Wir waren aber sehr gut in der Bewegung gegen den Ball, haben die Räume eng gemacht und wenig zugelassen.“ Die Entscheidung fiel schließlich nach einer präzisen Flanke von Tatul Sarikyan auf Horen Sarikyan zum 2:1 (72.).
Im physischen und mentalen Bereich erlebte Luif ein Spiel auf Augenhöhe – mit Vorteilen für Hainfeld nach der Pause: „Die erste Halbzeit war auf Augenhöhe. Lilienfeld war im Spielaufbau bemüht, ist aber gegen unsere gut gestaffelte Reihen nicht konsequent durchgekommen. In der zweiten Halbzeit versuchte Lilienfeld mehr hohe Bälle über die Abwehr zu spielen, was jedoch kein ideales Mittel gegen die gut positionierten Hainfelder war. Wir wollten unbedingt den Derbysieg – die drei Punkte wurden verdient mitgenommen. Das war eine Top-Mannschaftsleistung.“ Beim Chancenbild sah er Parität über 90 Minuten, hob aber eine Großchance hervor: „Wir hätten in der zweiten Halbzeit durch Horen Sarikyan den Sack zumachen können, als er alleine im 16 Meteraum stand – die Vorentscheidung zum 3:1 lag am Fuß.“
Die konsequente Umsetzung des Matchplans nährt den Glauben an den eingeschlagenen Weg. Luif lobte Taktik und Disziplin seiner Mannschaft, die Lilienfeld mit Kompaktheit und Laufarbeit den Zahn zog und die Führung bis zum Abpfiff verteidigte. „Mich stimmt sehr positiv, dass die Mannschaft mittlerweile erkennt, dass sie über ihr Limit geht und weiß, wozu sie in der Lage ist. Wir haben jetzt zwei Siege in Folge. Wenn wir mit derselben Leistung in die nächsten Runden gehen, werden wir den ein oder anderen Gegner ebenfalls ärgern können. Darauf werden wir aufbauen.“